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Gerade noch haben sie unter dem Motto "Summit on the Summit" den Kilimandscharo erstiegen, jetzt besuchen die Schauspielerin Jessica Biel und Musiker Kenna und Santi White, ein Flüchtlingslager in Äthiopien, um zu sehen, welche Auswirkungen die Wasserknappheit auf das Leben von Millionen gewaltsam vertriebener Menschen in Afrika hat.
In dem Lager Kebribeyah im Osten Äthiopiens leben 16.500 Flüchtlinge aus Somalia, die vor Verfolgung und gewaltsamen Konflikten in ihrem Land flohen.

Der "Summit on the Summit" wurde von Kenna White organisiert, um auf das weltweite Wasserproblem hinzuweisen, unter dem mehr als 1 Milliarde Menschen leiden. Mit der Aktion sollen finanzielle Mittel für UNHCR und andere Organisationen gesammelt werden.
Mit von der Partie waren u.a. die Schauspieler Emile Hirsch und Isabel Lucas, Rapper Lupe Fiasco, Forscherin Alexandra Cousteau, Umweltschützer Kick Kennedy, die preisgekrönten Fotografen Michael Muller und Jimmy Chin sowie die Direktorin von Global Partnerships der United Nations Foundation, Elizabeth Gore.
In Kebribeyah sahen Biel und ihre Mitreisenden, das der Mangel an sauberem Wasser alle Aspekte des Lagerlebens beeinflusst und wie die Hilfsorganisationen, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mit der Wasserknappheit umgeht.
"Als ich 1991 zum Flüchtling wurde, hatten wir gerade mal zwei Liter Wasser pro Person am Tag; jetzt bekommen wir bis zu 15 Liter am Tag, aber das ist noch lange nicht ausreichend," erzählt Habiba Ali Oumer, eine Vertreterin der Flüchtlinge den Besuchern und bittet um Hilfe.
"Die Widerstandskraft der somalischen Flüchtlinge beeindruckt mich," sagt eine sichtlich gerührte Biel nach dem Gespräch mit Oumer. "Ich möchte sicherstellen, dass all die Kinder, die ich in der Lagerschule getroffen habe, weiterhin sauberes Wasser bekommen."
Das Geld, das während der Kampagne "Summit on the Summit" gesammelt wird, soll durch die UN-Stiftung an UNHCR und einige andere Organisationen, darunter Children's Safe Drinking Water Programme (CSDW), Water For People sowie Playpumps International verteilt werden. Gespendet werden kann bis zum Weltwassertag am 22. März. "Bis dahin, so Gore hoffen wir genug Geld gesammelt zu haben, um die Not, die wir im Flüchtlingslager gesehen haben, zu lindern, vielleicht sogar in anderen Lagern in Äthiopien."
Im Osten Äthiopiens hilft UNHCR 60.000 somalischen Flüchtlingen in vier Flüchtlingslagern. Sie liegen in einer halbtrockenen Tiefebene mit einer jährlichen Regenmenge von 300mm-500mm. Es gibt keine Flüsse, die durch die Flüchtlingslager führen. Eine ausreichende Menge Trinkwasser für die Menschen vorzuhalten, ist eine tägliche Herausforderung für UNHCR und seine Partner. Die empfohlene Menge liegt bei 15-20 Liter pro Tag.
Die Einwohner von Kebribeyah sind auf das Wassersystem vom Jarrar Valley angewiesen. Das Wasser wird über 20 Kilometer durch Leitungen herbeigeholt. Zwei der sechs Bohrlöcher wurden in den vergangenen Monaten elektrifiziert, was die Wasserversorgung zuverlässiger macht. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, soll die Wassermenge pro Person auf 20 Liter angestiegen sein. Außerdem soll die Zahl der Zapfstellen im Flüchtlingslager erhöht werden.
Der in Äthiopien geborene Kenna, war beeindruckt, von dem, was er in Kebribeyah gesehen hat. Sein Onkel starb an einer Krankheit, die auf verschmutztes Wasser zurückzuführen war. "Vor allem freut mich, dass UNHCR das Wassersystem für die Flüchtlinge zusammen mit den lokalen äthiopischen Behörden anlegt," sagt er, und hofft darauf, dass genug (veröffentlicht am 19.1.2010)
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