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Am 22. Februar 2010 beteiligte sich die UNO-Flüchtlingshilfe bereits zum vierten Mal am Sahara-Marathon zugunsten der saharauischen Flüchtlinge, die seit mittlerweile 34 Jahren unter unvorstellbar harten Bedingungen in der algerischen Wüste leben müssen. Die engagierten Sportlerinnen und Sportler, die für den guten Zweck in der Sahara liefen, wanderten oder walkten, unterstützen mit einem Teil des Reisepreises die Projekte der UNO-Flüchtlingshilfe. In diesem Jahr steht ein Bildungsprojekt für Tausende saharauische Kinder im Mittelpunkt.
Seit 2005 engagiert sich die UNO-Flüchtlingshilfe für die saharauischen Flüchtlinge und hat vor Ort verschiedene Hilfsprojekte des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) unterstützt - darunter ein Besuchsprogramm zwischen Algerien und der Westsahara für seit Jahrzehnten getrennte Familien.
Im Zuge des Sahara-Marathons 2010 wird ein weiteres, dringend benötigtes Bildungsprojekt gefördert - der Kauf von Schulbüchern für etwa 7.000 saharauische Kinder.
Für den Erwerb der Bücher hat die UNO-Flüchtlingshilfe bereits 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Laut Angaben des Saharauischen Bildungsministeriums sind zurzeit etwa 26.500 Mädchen und Jungen in den Grundschulen eingeschrieben.
Mit der Förderung der UNO-Flüchtlingshilfe können für rund 26 Prozent aller Grundschulkinder Lehrbücher angeschafft werden.
In den vier Flüchtlingslagern in der Nähe der algerischen Oasenstadt Tindouf gibt es insgesamt 28 Grundschulen, zwei Internate (eins davon wurde durch die Überschwemmungen von 2006 erheblich beschädigt) und 25 Vorschulzentren. Die Klassenräume sind überfüllt. Zwischen 40 und 50 Schulkinder pro Klasse sind keine Seltenheit.
In den Jahren 2007 und 2008 reformierte Algerien sein Bildungssystem, änderte die Schulbücher und anderes didaktisches Lehrmaterial. Von diesen Veränderungen sind auch die saharauischen Schulen im äußersten Westen des Landes betroffen, da sie dem algerischen Curriculum folgen.
Dies hat vor allem im Hinblick auf die Anerkennung ihrer Abschlüsse große Auswirkung. Ohne sie ist eine weiterführende Bildung für saharauische Kinder nicht möglich. Um das Abitur machen zu können, müssen sie die Flüchtlingslager verlassen, da es dort keine Sekundarbildung gibt.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Tel: (0228) 62 98 6-14
Fax: (0228) 62 68 6-11


"Laufen für die Wüstenkinder" »

Spenden Sie für saharauische Flüchtlinge aus der Westsahara.
Beim Besuch saharauischer Klassenräume, wo sich nicht selten drei oder vier Kinder ein Buch teilen müssen, lässt sich leicht die Bildungsmisere beobachten. Der Mangel an adäquatem Lehrmaterial hat äußerst negative Auswirkungen auf Lernmöglichkeit und -verhalten der Kinder.

Gastfamilie Sahara-Marathon-Teilnehmer Kinderlauf
Zusatzinformationen:
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