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Für alle Daheimgebliebenen, Angehörigen und Interessierten.
Ein kleiner Einblick in das Programm der Teilnehmer des Sahara-Marathons 2010 - gespickt mit Impressionen der vergangenen Läufe:

Die Laufteilnehmer kommen in der Nacht von Freitag auf Samstag am Flughafen Tindouf an. Im 40 Kilometer weiter gelegenen Flüchtlingslager Smara werden sie von den Gastfamilien begrüßt, bei denen sie übernachten und verköstigt werden. Die Familien leben in Lehmhütten oder in großen Beduinenzelten.
Als erstes gibt es die traditionelle Teezeremonie. Bei den gastfreundlichen Saharauis gibt es jedoch nicht nur zur Begrüßung den leckeren, grünen Tee. Die ausländischen Gäste werden ihn noch öfters zu trinken bekommen - und das mehr als nur einmal täglich.
Die erste Exkursion führt die Teilnehmer nach Rabouni, wo sich das zentrale Lebensmittellager des World Food Programmes befindet. Die leeren, unbrauchbaren Container schützen das Lager vor dem Wüstenwind. Nach über 30 Jahren sind schon einige im Sand versunken.

Danach geht es zu dem UNHCR-Projekt, das die Marathonläufer mit einem Teil des Reisepreises unterstützen. Dieses Jahr werden 7.000 Schulbücher an saharauische
Flüchtlingskinder verteilt.
Hier wird auch offiziell der Scheck über 50.000 Euro an die Mitarbeiter des UNHCR-Büros in Tindouf überreicht. Auch ein Vertreter des Saharauischen Bildungsministeriums wird anwesend sein sowie Mitarbeiterinnen der algerischen Frauenorganisation AFAD, die sich um den Kauf und die Verteilung der Schulbücher kümmern.
Mit Hilfe der Sahara-Läufer ist dies schon das 4. Hilfsprojekt, das wir in der Sahara unterstützen konnten!
Am Montag geht es dann richtig zur Sache. Die Marathonläufer starten in El Aioun, die Läufer des Halbmarathons in Awserd. Gemeinsames Ziel ist das Flüchtlingslager Smara. Das Gelände ist flach, der Sand fest, sodass nicht nur Extremläufer hier mitmachen können.
Vor allem genügend Flüssigkeit ist wichtig. Bei den Versorgungsstopps auf der Strecke gibt es Wasser, Bananen und einen Ansporn von den Helfern. Zwischendrin können sich die Abstände zwischen den Läufern dann auch mal ausweiten, doch bei den saharauischen Wüstenbewohnern ist noch keiner verloren gegangen ...

Am nächsten Tag wird es wieder entspannter. Im letzten Jahr fand ein Ausflug in eine Schule statt. Die saharauischen Flüchtlingskinder freuen sich immer sehr über die ausländischen Gäste.
Die Siegerehrung des Marathonlaufs findet am selben Tag im Amphitheater von Smara statt. Beim großen Festakt mit einer Ansprache des saharauischen Präsidenten und umrahmt von Tanz und Musik werden die schnellsten Wüstenläufer geehrt.

Das Dakhla-Camp ist das jüngste der vier saharauischen Flüchtlingslager. Es ist zwar 160 Kilometer von den anderen Camps entfernt, doch hier gibt es Grundwasser nur zwei Meter unter der Oberfläche. Die Palmen sind also keine Fata Morgana, sondern Realität!
Die UNHCR-Mitarbeiter erzählen von den diversen Projekten, die hier stattfinden. Unter anderem werden hier Gärten angelegt, in denen die Flüchtlingsfamilien Gemüse und Salat anbauen können. Das Flüchtlingshilfswerk hat auch Solarpanelen aufgestellt, die bei den Brunnen Strom für die Pumpen erzeugen.

Am zweiten Tag startet in Dakhla der große Kinderlauf. Über 1.000 Flüchtlingskinder machen jedes Jahr mit, viele von ihnen barfuß!
Weitere UNHCR-Projekte können besichtigt werden.
Letztes Jahr besuchten wir einen Journalistenkurs für Frauen, der im Bildungszentrum der algerischen Frauenorganisation AFAD stattfindet. Die saharauischen Flüchtlingsfrauen lernen hier ihre eigenen Filme zu drehen und zu schneiden. Vor einigen Jahren haben sie sogar den 2. Platz in einem landesweiten Filmwettbewerb gewonnen.
Am Freitag findet der saharauische Nationalfeiertag statt. Vor über 30 Jahren wurde an diesem Tag die saharauische Exilregierung gegründet. Mit Tänzen, Musik und Erzählungen gedenken die Saharauis ihrer Flucht und der Tragödie ihres Volkes. Kinder und Erwachsene präsentieren ihre traditionellen Kleidungen und Gruppen.
Zum Schluss der Reise machen die Laufteilnehmer - wie in jedem Jahr - ein gemeinsames Picknick auf einer Sanddüne in der Nähe von Smara. Dort können sie sich ein letztes Mal über die aufregende Zeit und ihre schönen Erfahrungen austauschen.
Am Abend geht es dann schon wieder zurück nach Hause.
Zusatzinformationen:
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