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Libanon
Vier Wochen dauerte der gewaltsame Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah im Sommer 2006. Besonders betroffen war das Grenzgebiet im Süden des Libanon.
Über 900.000 Libanesen flohen vor den israelischen Bomben in den Norden des Landes, während etwa 200.000 Zuflucht im angrenzenden Syrien suchten.
Die humanitäre Situation verschlechterte sich von Tag zu Tag dramatisch. Die Infrastruktur des Landes wurde zu großen Teilen zerstört.
Sobald es die Sicherheitslage zuließ, versorgte das UNHCR-Nothilfe-Team die Vertriebenen und Flüchtlinge mit Decken, Zelten, Matratzen, Nahrungsmitteln, Wasser, Kochutensilien und Medikamenten. Diese waren tonnenweise per Luftbrücke und per Schiff in die Krisenregion gebracht worden. Doch der Transport innerhalb des Libanon gestaltete sich mehr als problematisch, da Bomben viele der Hauptstraßen unpassierbar gemacht hatten.
Auch wenn direkt nach dem Waffenstillstand am 14. August die Mehrzahl der geflohenen Libanesen in ihre Heimatorte zurückkehrten, waren sie noch Wochen und Monate von humanitärer Hilfe abhängig.
Kenia
Im Norden Kenias - nahe der Stadt Dadaab - leben über 160.000 Flüchtlinge in drei UNHCR-Flüchtlingslagern.
Im November 2006 wurden diese von einer Flutkatastrophe heimgesucht. Sintflutartige Regenfälle verwandelten Rinnsale in reißende Ströme, der Gesundheitszustand vieler Flüchtlinge war kritisch, überflutete Latrinen erhöhten die Seuchengefahr und eine Versorgung war zeitweise nur aus der Luft möglich.
Per Luftbrücke versorgte UNHCR die Lager mit Plastikplanen, Sanitätskästen und Treibstoff für die Generatoren der Krankenhäuser im Lager.
Zudem wurden einige der 54.000 Flüchtlinge aus dem Flüchtlingscamp Ifo in das 20 km entfernt liegende Hagadera evakuiert.
Frauen und Kinder wurden weitgehend mit Lastwagen nach Hagadera gebracht. Männer, die noch in guter gesundheitlicher Verfassung waren, wurden ermutigt, den Weg zu Fuß zurückzulegen.
Auf der Straße nach Hagadera hatte UNHCR Stationen eingerichtet, in denen Flüchtlinge Wasser, energiereiche Kekse und medizinische Versorgung erhielten.
Sri Lanka
Im April 2006 sind die Kämpfe zwischen der Regierung von Sri Lanka und der Rebellenbewegung LTTE Tamil Tigers - die für die Unabhängigkeit der tamilischen Minderheit kämpft - erneut ausgebrochen.
UNHCR schätzt, dass rund 465.000 Menschen aufgrund des Konflikts in Sri Lanka geflohen sind. Allein seit April 2006 haben 233.000 Menschen ihre Heimatorte verlassen. Darüber hinaus forderte der Konflikt im letzten Jahr weit über 1.000 Todesopfer. Der Zugang zu den Hilfsbedürftigen gestaltete sich für die humanitäre Hilfe schwierig.
Dennoch konnte UNHCR Plastikplanen, Schlafmatten, Familienzelte, Wasserkanister, Laternen und andere Hilfsgüter verteilen.
Zudem setzte sich UNHCR gegenüber der srilankischen Regierung und den örtlichen Offiziellen für mehr Unterstützung und neue Unterkünfte für die Vertriebenen ein.
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Adut Dau Atem, eine junge Frau
aus dem Sudan. Sie überlebte Dank der Hilfe des Nothilfe-Teams von UNHCR.