Krieg und Gewalt aus Fluchtgrund

Menschenleben schützen

65,6 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Meist sind es Krieg und Gewalt, die Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Immer dabei ist die Angst um das eigene Leben, um das Leben und das Wohlergehen der Kinder, der Familie oder von Freunden. Denn niemand verlässt freiwillig seine Heimat, sein Dorf und seine Wohnung – ohne etwas mitzunehmen und ohne Abschied. Wenn ihr Leben in Gefahr ist, flüchten die Menschen überstürzt und haben meist keine Möglichkeit, Habseligkeiten, Geld oder wichtige Ausweispapiere mitzunehmen.

Woher kommen die meisten Kriegsflüchtlinge ?

In den meisten Herkunftsländern von Flüchtlingen und Binnenvertriebenen herrscht Krieg, Bürgerkrieg oder Gewalt von bewaffneten Gruppen gegen einzelne Bevölkerungsgruppen. Mehr als die Hälfte (55%) der Flüchtlinge kommen aus nur drei Ländern:

  • Afghanistan 2,5 Mio
  • Südsudan 1,4 Mio und
  • Syrien 5,5 Mio                * Zahlen von Ende 2016

In Ländern, in denen seit Jahrzehnten Krieg und Gewalt herrschen, wie Somalia, Sudan, Afghanistan aber auch Kolumbien, leben Flüchtlinge oftmals seit Generationen im Exil.

In Deutschland kommen, nach Angaben des BAMF, mehr als 70 Prozent der Asylsuchenden aus Kriegs- und Krisengebieten. Mehr als die Hälfte aller Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, kommen aus Syrien, Afghanistan und Irak. In allen drei Ländern gibt es seit vielen Jahren gewaltsame Konflikte.

Flüchtlinge - Binnenvertriebene
Während die Zahl der Kriege über Ländergrenzen hinweg abnimmt, steigt die Zahl der Länder, in denen das Leben der Zivilbevölkerung innerhalb des Landes von bewaffneten Konflikten einzelner Gruppen, z.B.  Drogenkriegen oder Terroranschlägen überschattet wird.

Die Zahl der Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes geflohen sind, ist mit 40,3 Millionen Menschen für fast zwei Drittel der Gesamtzahl von 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht verantwortlich. Syrien, Irak und weiterhin Kolumbien stehen an der Spitze jener Staaten, die von Binnenflucht und –vertreibung betroffen sind.

Wovor flüchten die Menschen ?

Tod und Gewalt
Die Menschen fliehen vor Kämpfen und Bombenhagel. Oftmals richtet sich die Gewalt jedoch auch gezielt gegen Zivilisten: Menschenrechtsverletzungen, Vergewaltigungen, Massenhinrichtungen, Verschleppung oder die zwangsweise Rekrutierung von jungen Männern oder auch Kindern sind in vielen Regionen zu Mitteln der Kriegsführung geworden.

Zerstörung der Lebensgrundlagen
Gewaltsame Konflikte und Krieg machen ein normales Leben oftmals unmöglich und führen zu Tod und Verletzungen, Armut und Hunger. Die Lebensgrundlagen der Menschen werden durch Krieg und Gewalt zerstört. Felder können nicht mehr bestellt werden, Arbeitsplätze werden zerstört, Lebensmittel werden knapp und Preise steigen.

Zerstörung von Infrastruktur
Straßen, Brücken, Strom- und Wasserversorgung und Schulen werden beschädigt oder zerstört. Krankenhäuser werden beschädigt, Medikamente und medizinisches Gerät wird knapp.

Wie können Ihre Spenden die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe gegen Krieg und Gewalt unterstützen?

UNHCR hilft,

  • wenn Flüchtlinge und Vertriebene betroffen sind,
  • unterhält Depots für Material, das im Notfall benötigt wird,
  • verteilt Hilfsgüter an Menschen in Kriegsregionen und
  • kämpft für den Schutz und die Rechte von Flüchtlingen, Vertriebenen und Staatenlosen.