Familie Hussain aus Pakistan

Eine glückliche Wendung

Flüchtlingsfamilie in Pakistan
Zakir Hussain mit seiner Familie vor ihrem neuen Zuhause. (Foto: UNHCR/Q. Afridi)

Als 2010 die Flutkatastrophe über Pakistan hereinbrach, traf dies Familie Hussain besonders hart. Ihr gesamter Besitz wurde fortgespült. Zakir und Bashir Hussain und ihre Kinder hatten durch die Flut alles verloren. „Wir hatten keine sanitären Anlagen, keine medizinische Versorgung. Zu trinken gab es nur das Flusswasser. Für unsere Kinder war die Situation besonders schwer. Sie konnten nicht zur Schule gehen“, erinnert sich Ehefrau Bashir, Mutter von fünf Kindern.

Die Hussains sind Jam. Eine ethnische Minderheit in Pakistan, die seit Jahrzehnten an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird. Die Jam sind traditionell Fischer und wohnten in provisorischen Hütten direkt am Ufer des Indus. Manche Familien schliefen gar unter ihren Booten. Das wenige, das sie besaßen, wurde durch die Überschwemmung zerstört.

Ein glückliches Ende nach der Katastrophe

Doch die Situation der Familie und vieler anderer Jam wendete sich zum Guten als UNHCR in Kooperation mit lokalen Autoritäten 400 Häuser für die Jam errichtete. Das Land stellte die Provinz Punjab zur Verfügung.

Die Familie lebt nun in einem kleinen Haus mit einem Wohn- und Schlafraum, einer kleinen Küche und einer separaten Toilette. „Wir sind solche Häuser nicht gewöhnt“, erzählt Zakir Hussain. „Zuerst hatten wir einen kleinen Kulturschock. Aber nun sind wir so dankbar, endlich wieder ein Dach über dem Kopf zu haben.“

Innerhalb der neuen Siedlung wurden auch ein Kommunikationszentrum und eine Moschee erbaut. Dank des großangelegten UNHCR Projekts für die Flutopfer Pakistans haben die Menschen nun Zugang zu Trinkwasser, medizinischer Versorgung und Bildung.

Am bedeutsamsten ist für Familie Hussain und die anderen Jam aber, dass ihnen endlich menschliche Grundrechte gewährt werden: Zukünftig werden sie Ausweise erhalten und somit als pakistanische Staatsbürger anerkannt werden.

Familie Hussain ist glücklich in ihrem neuen Zuhause. Mutter Bashir freut sich: „Für uns, die in Booten aufwuchsen und geboren wurden, ist das wie ein Traum. Es ist so gut, ein eigenes Haus zu haben und ein normales Leben führen zu können."