Nikolai schließt seine Tür auf und tritt in einen düsteren kleinen Raum. Hier wohnt er: ein Raum voller Erinnerungen an Schmerzen und Verlust.

Im Juli 2014 wurde die Bombardierung stärker. Nikolai floh mit seiner Mutter aus der Wohnung oben, wo alle Fenster herausgebombt waren, in den Keller. Das Leben unter der Erde lähmte die Mutter  - vor lauter Angst konnte sie die Beine nicht mehr bewegen. Im Oktober brachte Nikolai seine Mutter wieder in die Wohnung und legte sie dort in ihr Bett. Zwei Monate litt sie bis sie am 6. Dezember schließlich starb.“Das war alles wegen dem Stress,” sagt Nikolai. “Sie hatte Herzprobleme und wahrscheinlich einen Schlaganfall. Ich rief die Ärztin; sie kam und sagte uns, wir sollten uns auf ihren Tod vorbereiten.”