Winterhilfe für Flüchtlinge

Schutz vor Kälte und Schnee

Winterhilfe

Weltweit sind 68,8 Millionen Menschen auf der Flucht. Allein im Nahen Osten sind 15 Millionen Kinder, Frauen und Männer aus ihren Häusern, Wohnungen, Dörfern und Städten vertrieben worden. Viele von ihnen leiden in diesen Monaten unter der Kälte, dem Schnee und dem Regen.

Die Menschen, die vor der Gewalt in ihrer Heimat fliehen mussten, leben jetzt unter schwierigsten Umständen – in leerstehenden Bauruinen, Unterkünften aus Plastikplanen oder Zelten. Überall zieht es, alles ist feucht und klamm.

In Regionen, die wir im Sommer mit Hitze und Staub verbinden, wird es vor allem in höheren Lagen in den Wintermonaten oftmals klirrend kalt. Im Beeka Valley, im Libanon, wo viele Flüchtlinge aus Syrien in provisorischen Unterkünften aus Blech und Planen leben, gibt es immer wieder Winterstürme, die die Flüchtlingssiedlungen mit einer Schneedecke überziehen. Dann brechen die Dächer unter der Schneelast zusammen, der Matsch gelangt bis in die Wohnbereiche und es ist immer kalt und feucht. Schwere Atemwegserkrankungen wie Lungenentzündungen bedrohen besonders die Gesundheit von sehr jungen oder geschwächten Menschen in den Flüchtlingslagern.

Der Winter ist da

Amani kuschelt sich auf dem Schoß ihrer Mutter in eine Decke - es ist kalt. Zusammen mit ihren Eltern lebt die 3-Jährige in einer behelfsmäßigen Unterkunft aus Holzlatten und Zeltplanen im Libanon. Die Mutter macht sich große Sorgen, denn der kalte Wind und die eisigen Nächte machen ihrer Familie schwer zu schaffen!

„Letzten Winter lag der Schnee so hoch, wir konnten kaum die Türen öffnen!“ In den Nächten wachte ihre Tochter oft zitternd vor Kälte auf. Jedes Husten von Amani beunruhigte die junge Mutter sehr.

Doch die Helfer des UNHCR verteilten Decken und zusätzliche Zeltplanen für eine winterfeste Unterkunft. Amanis Mutter bekam eine Bargeldhilfe, mit der sie Heizöl für den Ofen kaufen konnte.

“Unter solch extremen Bedingungen kann die Art der Unterkunft zwischen Leben und Tod entscheiden“, erklärt Ammar Al-Mahdawi, der seit fünf Jahren für das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) Unterkünfte für Flüchtlinge und Binnenvertriebene baut.

Mit dem Beginn des Winters spitzt sich die Lage für die Menschen zu, denn vielen fehlen nach vielen Jahren im Exil die Mittel, um sich gegen die Kälte zu schützen. Besonders schwierig ist es für die ohnehin Schwachen: kleine Kinder, alte und kranke Menschen.

Fatima und ihre Familie haben es warm

Im Irak sind über 2,9 Millionen Menschen vor jahrelangem Krieg und Gewalt geflohen. Sie harren in unwirtlichen Regionen aus, in denen sie im Sommer die Hitze ertragen und sich im Winter gegen Regen, Eis und Schnee schützen müssen.

Für Fatima ist das Leben in der Fremde nun erträglicher geworden: seit sie mit ihrer Familie in eine der mobilen Unterkünfte für Flüchtlinge ziehen konnte, haben sie es warm und trocken und sind gegen Regen, Schnee und Wind gefeit.

Dank großzügiger Spenden konnten über 6.000 Familien im Irak bislang eine mobile Flüchtlingsunterkunft beziehen. Eine Hilfe, die Flüchtlingen Sicherheit zurückgibt, damit sie ihr Leben in Würde neu aufbauen können.


Der UNHCR ist vor Ort und leistet lebensrettende Nothilfe:

  • Mobile Flüchtlingsunterkünfte werden gebaut,
  • Decken und Winterkleidung verteilt,
  • Isoliermaterial für Unterkünfte bereitgestellt,
  • Heizöfen installiert und
  • besonders Bedürftige bekommen finanzielle Unterstützung, um z.B. Brennmaterial zu kaufen.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende! Denn in Europa und im Nahen Osten bringt der Winter weiteres Leid in das Leben der Flüchtlinge. In unserem Spendenshop finden Sie verschiedene Möglichkeiten der Winterhilfe:

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