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Landshut

Pflaster für verletzte Seelen

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Psychosoziale Hilfe für Flüchtlinge in Landshut (Bayern)

Viele Menschen mit Fluchtvergangenheit haben in ihrem Heimatland oder auf der Flucht, oft mehrfach, traumatisierende Erfahrungen durchlebt. Vor allem Frauen sind häufig Opfer sexueller Gewalt. Nicht selten sind auch Kinder, als Zeug*innenen oder selbst als Opfer, schon früh mit Gewalt konfrontiert. Die traumatisierenden Erlebnisse sind oft mit Schamgefühlen der Betroffenen verbunden, die sich ausgenutzt und hilflos fühlen und den Alltag der Menschen beherrschen. Diese Umstände stehen einer effektiven Integration leider oftmals im Wege.

Aus einer Kooperation zwischen REFUGIO München und dem Haus International e.V. Landshut ist in Bayern ein Projekt entstanden, welches den Betroffenen dabei helfen soll, mit dem Erlebten umzugehen. Ziel dabei ist es, die mit Traumata belasteten Flüchtlinge vorerst zu stabilisieren und ihnen so die Rückkehr zu einem weitestgehend normalen Alltag zu ermöglichen. Langfristig soll auf diese Weise der Grundstein für eine erfolgreiche Integration gelegt werden. Dazu stellen die Akteure den Betroffenen Beratungs- und Therapieangebote, sowohl in den eigenen Räumlichkeiten, als auch direkt vor Ort in den Unterkünften selbst, zur Verfügung.

Welche der psychosozialen Betreuung werden abgedeckt?

  • Traumatherapie durch fachlich speziell geschulte Therapeut*innen psychologische Hilfe,
  • ggf. Vermittlung an einen Facharzt oder eine Fachärztlin für Psychiatrie/Psychotherapie sowie
  • sozialpädagogische Begleitung und Unterstützung im Alltag.


Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Beratung geflüchteter Frauen: Viele kommen aus Ländern, deren Gesellschaften durch patriarchale Verhältnisse geprägt und deren Rechtssysteme häufig nachteilig und diskriminierend zu Lasten der Frau ausgestaltet sind. Im Rahmen des Projektes werden wöchentlich Gruppengespräche für Frauen angeboten, in denen die Teilnehmerinnen über das Rollenverständnis der Frau diskutieren können und über ihre Rechte aufgeklärt werden. Darüber hinaus geht es um Themen wie Erziehung, Gesundheit, Psychohygiene, insbesondere des Kindes, aber auch Selbstfürsorge. Zukünftig sollen die betreuten Frauen im Idealfall das in diesen Gesprächsrunden Erlernte als Multiplikatorinnen an andere Frauen, die sich in vergleichbaren Lagen befinden, weitergeben.

Das Projekt wird 2019 von der UNO-Flüchtlingshilfe mit 15.000 Euro gefördert.

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