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AIDS

AIDS / HIV

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Vorsorge und Aufklärung gegen eine tödliche Krankheit

Während die Zahl der HIV-Infizierten in Industrieländern sinkt, konzentrieren sich die Fälle von Erkrankungen und Neuinfektionen auf wenige arme Länder. So zählt der Südsudan z.B. zu einem der 38 Länder, in denen 89% aller HIV-Neuinfektionen auftreten.

Im Südsudan leben 1,5 Millionen Binnenvertriebene. Nach einer Studie von UN-AIDS von 2018 gelten AIDS-bedingte Todesfälle als zweithäufigste Todesursache für Binnenvertriebene, da eine mangelnde medizinische Versorgung, wie sie in Notsituationen vorherrscht, für diejenigen, die eine kontinuierliche Prävention, Pflege und Behandlung benötigen - insbesondere HIV-Infizierte, lebensbedrohlich sein kann.

Auf der Flucht, im Krieg und in besonderen Notsituationen haben die Menschen meist keinen oder nur schlechten Zugang zu Gesundheitsdiensten, Vorbeugemaßnahmen oder Aufklärungskampagnen. 2,2 Millionen Flüchtlinge haben sich in den Nachbarländern, u.a. nach Uganda in Sicherheit gebracht. Im Norden Ugandas konnten laut UNAIDS 2017 nur 30 % der Flüchtlinge von einer Behandlung gegen die Immunschwächekrankheit profitieren.

Nach UNAIDS haben nur 11% der Jugendlichen im Südsudan haben ein umfassendes Wissen über HIV und AIDS. Erschreckende 30% der Neuinfektionen treten dort bei jungen Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren auf. Und von den Neuinfektionen betreffen 64% junge Frauen und Mädchen.

Humanitäre Krisen verschärfen die HIV-Epidemie. Millionen von Menschen werden zurückgelassen, Anfälligkeiten nehmen zu, Vergewaltigung wird als Kriegswaffe eingesetzt und Gewalt führt zu neuen Infektionen. Dienstleistungen werden unterbrochen, Menschen entwurzelt, ihr Zugang zur HIV-Prävention und -Behandlung wird beeinträchtigt. Michel Sidibé, UNAIDS, Exekutivdirector

Flüchtlinge sind in mehrfacher Weise von AIDS betroffen:

  • In vielen Regionen, in denen gewaltsame Konflikte und Krieg herrschen, ist eine Zunahme an sexueller Gewalt zu verzeichnen. Vergewaltigung als Kriegswaffe.
  • Armut und Not zwingt Frauen und Mädchen zur Prostitution.
  • Eine nicht ausreichende medizinische Versorgung. Medikamente zur Behandlung von AIDS sind teuer und in Notsituationen nicht erhältlich.
  • Aufklärungskampagnen gegen AIDS, um z.B. für die Benutzung von Kondomen zu werben, finden in Krisenregionen nicht statt. Der Zugang zu Kondomen ist vermindert.

 

1,7
Millionen

Menschen haben sich 2018 mit dem HIV-Virus neu infiziert

11
Prozent

der Jugendlichen im Südsudan kennen sich mit AIDS/HIV aus

37,9
Millionen

Menschen leben mit dem HIV-Virus

Die Krankheit

Die Immunschwächekrankheit AIDS wird durch den HI-Virus (kurz HIV) ausgelöst. Das HI-Virus zerstört das Immunsystem des Körpers, so dass Viren oder Bakterien, die normalerweise harmlos sind, schwere Erkrankungen hervorrufen. Das HI-Virus wird mit den Körperflüssigkeiten, Blut, Sperma oder auch übertragen. Das Risiko einer Ansteckung läßt sich demnach durch besondere Vorsichtsmaßnahmen z.B. beim Umgang mit Spritzen, Bluttransfusionen oder der Benutzung von Kondomen reduzieren.

Heutzutage kann der Erreger mit Medikamenten relativ gut in Schach gehalten werden, wenn die Behandlung frühzeitig begonnen wird und beständig fortgeführt wird. Therapien, die die Vermehrung des Virus im Körper verhindern, kommen jedoch fast nur in den Industrieländern zum Einsatz. Für Menschen, die in ärmeren Ländern leben, sind sie zu teuer.

Aufklärung und Vorbeugung sind daher besonders wichtig, um die Ausbreitung der HIV-Infektion zu verhindern.

"Ich kann nicht einfach herumsitzen"

Odola steht stolz in ihrem kleinen Ladencafé im Flüchtlingslager Gorom im Südsudan. Das Café, sagt die junge Frau,sei ihr Lebensretter. Odola hat sich mit dem HIV-Virus infiziert. Um sich regelmäßig Medikamente kaufen zu können, hat sie mit Hilfe eines Kleinkredites ihr Café eröffnet. Dort serviert sie Pfannkuchen aus Sorghum, Tee und Mangosaft.

Mit dem Geld kann sie sich Lebensmittel kaufen. “Ich brauche gutes Essen oder die Pillen tun weh oder wirken nicht”, sagt Odola. “Es gibt Leute, die sitzen nur faul herum und warten, dass jemand hilft. Ich kann das nicht,” erklärt sie, während sie für einen Kunden hinter dem Café Wäsche wäscht, um noch etwas dazuzuverdienen.

Der UNHCR im Kampf gegen AIDS

Der UNHCR fördert und unterstützt Präventions-, Pflege-, Behandlungsprogramme für Flüchtlinge und Vertriebene. Durch eine Verbesserung der reproduktiven Gesundheit, insbesondere für Frauen und Mädchen, Geburtshilfe und Neugeborenenhilfe, kann die Zahl der Frauen, die während oder nach der Geburt sterben, drastisch gesenkt und Müttern und ihren Kindern ein gesundes Leben ermöglicht werden. Auch die Aufklärung besonders für junge Menschen ist wichtiger Bestandteil der Hilfe.

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