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Flugzeug mit Hilfsgütern wird entladen

Logistik - Rückgrat der humanitären Hilfe

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Der Supply Management Service (SMS) des UNHCR

Der UNHCR ist in 134 Ländern auf der ganzen Welt aktiv - egal ob in großen Städten oder abgelegenen und oft gefährlichen Orten. Die UNHCR-Helfer arbeiten unermüdlich daran, Menschen auf der Flucht zu schützen und zu helfen. Einen großen Teil der humanitären Hilfe macht die Bereitstellung von Hilfsgütern aus. Eine funktionierende Logistik ist dabei von zentraler Bedeutung.

Der Supply Management Service (SMS) des UNHCR ist jederzeit einsatzbereit, um auf plötzlich auftretende Notfälle zu reagieren – egal wann, egal wo auf der Welt. Innerhalb von 72 Stunden liefern sie die wichtigsten Hilfsgüter für bis zu 600.000 Menschen.

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Flugzeug wird nachts entladen

Wie arbeitet der Supply Management Service?

Um diese außerordentliche logistische Leistung erbringen zu können, nutzt der UNHCR acht zentrale Lagerhallen auf der ganzen Welt - in Dubai, Amman, Kopenhagen, Accra, Douala, Nairobi, Kampala und Panama. Diese Lager befinden sich in der Nähe von Häfen und Flughäfen, von denen aus die Güter verschifft und Luftbrücken eingerichtet werden können.

Das Kernteam des SMS besteht aus 110 Personen und arbeitet von Budapest aus. Darüber hinaus besteht das ganze Team aus etwa 600 Personen in über 70 Ländern. Sie überprüfen regelmäßig die Bestände in über 180 kleineren Lagerhäuser weltweit, nehmen neue Lieferungen entgegen, verwalten den Zoll und organisieren die weitere Lieferung. Dafür steht ihnen eine Flotte von mehr als 6.500 Fahrzeugen zur Verfügung.

Logistik in Zahlen

Im vergangenen Jahr kaufte der UNHCR Waren und Dienstleistungen im Wert von ca. 1,3 Milliarden US-Dollar. Damit konnten 23 Millionen Menschen bei neuen Notfällen und in laufenden Operationen unterstützt werden. Weltweit verschickte der SMS 1.700 Container, im Durchschnitt etwa fünf Lastwagen pro Tag. Darüber hinaus konnte auf Notfälle mit acht Lufttransporten reagiert werden.

Gute Vorbereitung und Flexibiltät sind Grundvoraussetzungen

Oftmals ist es nicht absehbar, wann und wo auf der Welt eine Katastrophe auftritt, die Menschen zur Flucht zwingt. Das erfordert eine hohe Flexibilität und einen ständigen Überblick über die Lage.

Die Lagerung von Hilfsgütern an strategisch wichtigen Orten ist die Grundlage für eine schnelle Hilfe, auch in abgelegenen und gefährlichen Gebieten. Damit beispielsweise in Regenzeiten die Versorgung nicht abbricht, werden Hilfsgüter schon während der Trockenzeit eingelagert oder mit Flugzeugen in die überschwemmten Gebiete gebracht.

Auch die politische Situation in der Region kann eine Herausforderung für die Nothilfeteams darstellen. Regierungen können die Einfahrt von Lastwagen mit Hilfsgütern verbieten. Die Zollabfertigung kann ein Problem darstellen. Gewalt kann die Lieferung schwierig und gefährlich machen. Das Team muss flexibel auf verschiedenste Herausforderungen reagieren und sich gleichzeitig nicht selber in Gefahr bringen.

Nothilfe während der COVID-19-Pandemie

Der weltweite Ausbruch von COVID-19 stellt auch die Logistik des UNHCR vor große Herausforderungen. Ausfallende Flüge, eingeschränkte Bewegungsfreiheit sowie geschlossene Grenzen ließen die globale Lieferkette zeitweilig zusammenbrechen.

Die meisten Luftfrachtflugzeuge sind ausgefallen, was die Nachfrage nach dem begrenzt verfügbaren Angebot erhöht. Seefrachtspediteure haben aufgrund von Hafenschließungen, Beschränkungen und Quarantänen Mühe, ihre Zeitpläne einzuhalten. Einige Regierungen haben Importe und Exporte blockiert, wodurch Lieferungen behindert werden. Dadurch schossen die Preise in die Höhe. In vielen Fällen ist eine Vorauszahlung erforderlich, und die Lieferzeiten sind nicht garantiert.

Um auf diese Unsicherheiten reagieren zu können, hat der UNHCR die Zahl der globalen und lokalen Lieferanten erhöht und die Zusammenarbeit mit anderen UN-Organisationen intensiviert. Verträge werden nun in einem beschleunigten Prozess abgewickelt und alternative Transportmöglichkeiten getestet.

Bisher wurde Schutzausrüstung und medizinische Artikel für 33 Länder bestellt. Entsprechende Lieferungen wurden in den Iran, nach Bangladesch, Uganda und in den Tschad geflogen und Lieferungen nach Kenia, Äthiopien und auch in den Iran können bereits zugesagt werden. Darüber hinaus wurden Aufträge im Wert von 6 Millionen US-Dollar - für Masken, Kittel, Tests mit Sauerstoffkonzentratoren und Handschuhe - erteilt. Zudem wurden Sachspenden aus China, von der Afrikanischen Entwicklungsbank sowie von Unilever entgegengenommen.

Mehr über die aktuellen Herausforderungen berichtet Vicente Escribano, Leiter des UNHCR Supply Management Service:

zum Interview

 

 

 

Flüchtlinge mit Wasserkanistern

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