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Ukraine

Ukraine: Hilfe für Binnenvertriebene

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Brüchiger Waffenstillstand gefährdet Zivilisten

Auch fünf Jahre nach Ausbruchs des Konfliktes in der Ukraine ist kein Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen in Sicht. Obwohl man sich Anfang 2015, mit der Annahme des Minsker Abkommens, auf einen teilweisen Waffenstillstand auf einer 457 Kilometer langen Kontaktlinie, geeinigt hat, berichten OSZE-Beobachter täglich von Verstößen gegen das Waffenstillstandabkommen. Die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien sind in eine Sackgasse geraten, die Spannungen sind weiterhin hoch und es kommt noch immer zu zivilen Opfern.

Für Millionen Menschen, die entlang der Kontaktlinie leben, ist die Angst vor Beschuss, gewaltsamen Zusammenstößen oder die Gefahr durch die vielen Landminen und Blindgänger eine tägliche Realität. Die Ost-Ukraine wurde als eines der am stärksten von Minen verseuchten Gebieten der Welt eingestuft. 2018 waren über 40 Prozent der Verletzungen bei Zivilisten auf Landminen und Blindgänger zurückzuführen.

Im Sommer 2014 geriet Luhansk, wo ich damals wohnte, unter Beschuss und es war nicht mehr sicher. Im August verbrachte ich zehn Nächte im Keller. Wir hatten keinen Strom oder Wasser und es war so kalt, dass ich mir warme Sachen anziehen musste, um dort schlafen zu können. Wir hatten keinen Handyempfang, so dass ich nicht wusste, was draußen vor sich ging. Es machte so Angst. Da beschloss ich zu fliehen.

Oleksandra Lytvynenko aus Luhansk, Ukraine

 

Zivilisten sind die Leidtragenden

Der Konflikt in der Ukraine hat seit 2014 viel Leid für die zivile Bevölkerung gebracht. Noch immer konnten 1,5 Millionen Menschen nicht in ihre Häuser und Dörfer zurückgekehrt und leben als Binnenvertriebene im eigenen Land.

Viele hunderttausende Menschen leben entlang der Kontaktlinie, an der es noch immer zu gewaltsamen Zusammenstößen kommt. 3,5 Millionen Menschen dort benötigen dringend humanitäre Hilfe und Schutz – vor allem in den kalten Wintermonaten mit Temperaturen mit bis zu – 30 C°. Laut einer Studie, leiden fast 40 Prozent der Einwohner der Regionen um Donezk und Luhansk an traumatischen Belastungsstörungen, Stress, Depressionen, Angstzuständen.

Wenn alles still ist, fühle ich, dass sich nichts jemals ändern wird. Ich denke dann, der Konflikt ist endlos.

Maryna, Schneiderin und Mutter von zwei Kindern, lebt wie viele Millionen Menschen in der Konfliktzone in der Ost-Ukraine. Sie erzählt, dass die Schüsse und Einschläge, die sie draußen hört nicht so beängstigend sind, wie die Stille zwischen den Kämpfen.

Was macht der UNHCR vor Ort und wie hilft die UNO-Flüchtlingshilfe ?

Seit Beginn des Konfliktes arbeitet der UNHCR in der Ost-Ukraine, um für die 1,5 Millionen Binnenvertriebenen und denjenigen, die in der Nähe der Kontaktlinie leben, Unterstützung und Schutz anzubieten. Dazu zählt die Bereitstellung von Notunterkünften und Hilfsgütern sowie die Hilfe bei der Unterbringung (Renovierungs- und Reparaturarbeiten von Unterkünften, sowie Ausstattung). Gleichzeitig arbeiten UNHCR-Mitarbeiter im Bereit der Rechtsberatung und Lobbyarbeit für eine Verbesserung ihrer rechtlichen Situation.

Gleichzeitig werden über 2.300 Asylbewerber und 2.600 Flüchtlinge sowie mehr als 35.600 staatenlose Menschen in der Ukraine vom UNHCR unterstützt.

Die UNO-Flüchtlingshilfe hat 2019 die Arbeit des UNHCR für Binnenvertriebene, Flüchtlinge und Staatenlose in der Ukraine mit 30.000 Euro unterstützt.

 

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