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Presse

10. Dezember: Internationaler Tag der Menschenrechte

Schutzräume und Perspektiven für Flüchtlinge nötig

Flüchtlingskinder
© UNHCR

Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, deren erster Artikel lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Anlässlich des Internationen Tages der Menschenrechte erinnert die UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), daran, dass Menschen auf der Flucht diese elementaren Rechte häufig vorenthalten werden.

„Weltweit sind über 84 Millionen Menschen auf der Flucht. Die eskalierende Gewalt in vielen Regionen der Welt und die Corona-Pandemie hat die Lage für viele, darunter auch viele Flüchtlinge, deutlich verschlechtert. Wir müssen alles tun, um Diskriminierung und Ausbeutung zu beenden. Menschen auf der Flucht brauchen Schutzräume und Perspektiven“, sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.

Als Hüter der Genfer Flüchtlingskonvention und aufgrund seines Mandats unterstützt der UNHCR weltweit Flüchtlinge, Vertriebene, Asylsuchende und Staatenlose und setzt sich dafür ein, dass die nach der Allgemeinen Menschenrechtserklärung ihnen zustehenden fundamentalen Rechte respektiert werden. „Libyen und Afghanistan sind nur zwei Länder, in denen die Menschrechte systematisch missachtet werden“, so Ruhenstroth-Bauer.

Libyen und Afghanistan
In Libyen leben Tausende Flüchtlinge unter katastrophalen Bedingungen eingesperrt in Internierungslagern. Um ihnen zu helfen, hat der UNHCR seit 2017 Evakuierungsflüge in den Niger eingerichtet, wo schutzsuchende Menschen sicher untergebracht und versorgt werden und psychologische Unterstützung erhalten. Bislang konnten auf diesem Weg fast 3.400 gefährdete Flüchtlinge und Asylsuchende aus Libyen in den Niger gebracht werden, von denen die meisten zu einem späteren Zeitpunkt in sichere Drittländer umgesiedelt werden.

Grund zur Sorge bereitet auch die Menschenrechtslage in Afghanistan nach der Machtergreifung der Taliban. Tausende Menschen versuchen das Land zu verlassen, doch die Nachbarländer haben die Grenzen für Flüchtlinge praktisch geschlossen. Der UNHCR appelliert deshalb an alle Länder, die Grenzen für alle Schutzbedürftigen aus Afghanistan offen zu halten.

Weitere Informationen - Menschenrechtsverletzungen als Fluchtgrund: www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluchtursachen/menschenrechtsverletzungen

Pressestelle der UNO-Flüchtlingshilfe
Marius Tünte
Tel: 0228-90 90 86-47
[email protected]