Internationaler Tag der Minenaufklärung

Minen - Vermächtnis vieler Konflikte und tödliche Gefahr

Am 4. April machen die Vereinten Nationen mit dem "Internationalen Tag der Minenaufklärung" auf die anhaltende Gefahr durch Minen und Blindgänger aufmerksam. Minen, Streubomben und andere explosive Kriegsreste fordern weltweit mehrmals täglich ein Opfer. Ihre Entschärfung ist besonders in Regionen wichtig, in die Flüchtlinge zurückkehren wollen.

Wie hoch die Zahl verlegter Minen ist, weiß niemand. Die Vereinten Nationen schätzen, dass ca. 110 Millionen Landminen in über 70 Ländern dieser Welt verlegt wurden, bevor Antipersonenminen 1997 verboten wurden.

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  • Minen und nicht explodierte Munition sind eine große Gefahr und gehören zu den Haupthindernissen für eine sichere Rückkehr von Flüchtlingen. (Ehemaliges Jugoslawien 1996 – UNHCR/ R. LeMoyne)
    4. April: Internationaler Tag der Minenaufklärung
    Minen und nicht explodierte Munition sind eine große Gefahr und gehören zu den Haupthindernissen für eine sichere Rückkehr von Flüchtlingen. (Ehemaliges Jugoslawien 1996 – UNHCR/ R. LeMoyne)
  • Noch Jahre nach dem eigentlichen Konflikt werden Minen und andere hoch explosive Munition im Garten, auf dem Feld oder im Straßengraben gefunden. (Libanon 2008 - UNHCR/ P. Taggart)
    4. April: Internationaler Tag der Minenaufklärung
    Noch Jahre nach dem eigentlichen Konflikt werden Minen und andere hoch explosive Munition im Garten, auf dem Feld oder im Straßengraben gefunden. (Libanon 2008 - UNHCR/ P. Taggart)
  • Ali Naser vor seinem Minibus, mit dem er über eine Landmine fuhr. Dabei wurde er schwer verletzt, sein Sohn getötet und der Bus vollkommen zerstört. Durch die Mine hat Ali gleichzeitig Sohn und Einnahmequelle verloren. Er und seine Familie sind nun auf die Unterstützung von Verwandten angewiesen. (Jemen 2012 – UNHCR/ A. Al-Sharif)
    4. April: Internationaler Tag der Minenaufklärung
    Ali Naser vor seinem Minibus, mit dem er über eine Landmine fuhr. Dabei wurde er schwer verletzt, sein Sohn getötet und der Bus vollkommen zerstört. Durch die Mine hat Ali gleichzeitig Sohn und Einnahmequelle verloren. Er und seine Familie sind nun auf die Unterstützung von Verwandten angewiesen. (Jemen 2012 – UNHCR/ A. Al-Sharif)
  • Einen Arm oder ein Bein zu verlieren, ist grausam. Passende Prothesen sind für Minenopfer eine große Hilfe, um wieder ein möglichst unabhängiges Leben führen zu können. (Libanon 2008 – UNHCR)
    4. April: Internationaler Tag der Minenaufklärung
    Einen Arm oder ein Bein zu verlieren, ist grausam. Passende Prothesen sind für Minenopfer eine große Hilfe, um wieder ein möglichst unabhängiges Leben führen zu können. (Libanon 2008 – UNHCR)
  • Aufklärung gehört zu jeder Minenräumung dazu. Broschüren mit Bildern und Piktogrammen helfen dabei, die Bewohner der betroffenen Region über das Aussehen der Minen und richtiges Verhalten im Fall eines Minenfunds informiert. (Libanon 2006 - UNHCR/ A. Branthwaite)
    4. April: Internationaler Tag der Minenaufklärung
    Aufklärung gehört zu jeder Minenräumung dazu. Broschüren mit Bildern und Piktogrammen helfen dabei, die Bewohner der betroffenen Region über das Aussehen der Minen und richtiges Verhalten im Fall eines Minenfunds informiert. (Libanon 2006 - UNHCR/ A. Branthwaite)
  • Streubomben sind besonders gefährlich. Viele Kinder halten sie für Spielzeug. Diese hier liegt versteckt unter Blumenblättern auf dem Grund eines Brunnens. (Libanon 2006 – UNHCR/ A. Branthwaite)
    4. April: Internationaler Tag der Minenaufklärung
    Streubomben sind besonders gefährlich. Viele Kinder halten sie für Spielzeug. Diese hier liegt versteckt unter Blumenblättern auf dem Grund eines Brunnens. (Libanon 2006 – UNHCR/ A. Branthwaite)
  • Ein lebensgefährlicher Job: Zentimeter für Zentimeter wird mit Metalldetektoren abgesucht. Jeder Schritt kann hier tödlich sein. (Libanon 2008 – UNHCR)
    4. April: Internationaler Tag der Minenaufklärung
    Ein lebensgefährlicher Job: Zentimeter für Zentimeter wird mit Metalldetektoren abgesucht. Jeder Schritt kann hier tödlich sein. (Libanon 2008 – UNHCR)
  • Einer ihrer ersten Projektbesuche führte UNHCR-Sondergesandte Angelina Jolie nach Kambodscha, wo Landminen ein großes Problem darstellen. (Kambodscha 2002 – UNHCR/ M. Noelle-Little)
    4. April: Internationaler Tag der Minenaufklärung
    Einer ihrer ersten Projektbesuche führte UNHCR-Sondergesandte Angelina Jolie nach Kambodscha, wo Landminen ein großes Problem darstellen. (Kambodscha 2002 – UNHCR/ M. Noelle-Little)
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Zu den am meisten belasteten Ländern gehören weiterhin: Afghanistan, Angola, Ägypten, Bosnien und Herzegowina, Laos, Kongo (Demokratische Republik), Kambodscha, Kolumbien, Kroatien, Vietnam, aber auch Regionen wie Berg-Karabach, Tschetschenien und die Falkland-Inseln (Malvinas).

1997 einigte sich zwar ein großer Teil der Staatengemeinschaft auf ein Verbot von Antipersonenminen. Minen, die sich gegen Fahrzeuge aller Art richten, waren von diesem Bann jedoch nicht betroffen.

Eine weitere Gefahr für Zivilisten, insbesondere Rückkehrer, sind Streumunition, die eine große Zahl von kleinen Sprengsätzen und Blindgängern frei setzen, die zwischen den Trümmern und auf den Äckern liegen. 94% der Opfer durch Streubomben sind Zivilistinnen und Zivilisten. 2008 wurde auch Streumunition von einem großen Teil der Staatengemeinschaft verboten. 

5 bis 40% der Streubomben explodieren beim Einschlag nicht und wirken dadurch wie Landminen.

Minen, Streumunition und Blindgänger müssen in mühevoller und zeitaufwändiger Kleinstarbeit von Sprengstoffexperten entschärft werden. Das ist gefährlich und dauert oftmals viele Jahre. Jahre, in denen Felder brachliegen müssen, die die rückkehrenden Menschen so dringend brauchen.

Um Zivilisten zu schützen, werden Aufklärungsprogramme durchgeführt. Rückkehrern wird erklärt, wie Minen und Blindgänger aussehen, und wie sie sich in einer Gefahrensituation verhalten müssen.