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12. Februar: Internationaler Tag gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten

Kindersoldaten werden gezwungen zu töten oder schreckliche Gewalttaten zu begehen. Kinder werden als „Kanonenfutter“ an die Front oder als lebende Bomben in den Tot geschickt. Kinder müssen Rebellengruppen als Träger, Köche, Boten oder zum Auskundschaften des Gegners dienen. Nicht selten werden Mädchen sexuell ausgebeutet, mit Soldaten zwangsverheiratet oder schwer misshandelt. Der 12. Februar ist der Internationale Tag gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten, an dem auf die Zwangsrekrutierung und Ausbeutung von Kindern aufmerksam gemacht werden soll.

12. Februar: Internationaler Tag gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten

Adia* wagt nach ihrer Flucht nicht ihr Gesicht zu zeigen. Foto: UNHCR/L.Donovan

Adia* war 13 Jahre alt, als sie von Boko Haram entführt wurde. Das Mädchen wurde mit einem der Kämpfer zwangsverheiratet. Schließlich gelang es ihr zu fliehen. Die 15-jährige lebt heute mit ihrem Baby in einem Vertriebenenlager in Diffa, Niger und versucht sich allein durchzuschlagen.

“Sie haben die Leute lebendig begraben, nur der Kopf guckte aus der Erde bis sie tot waren”, erzählt Adia. “Wenn Du etwas gesagt hast, oder um Gnade für jemand anderen gebeten hast, dann haben sie dich auch umgebracht.“

Flüchtlingskinder sind besonders gefährdet, Opfer von Zwangsrekrutierung und Ausbeutung zu werden. Im Chaos bewaffneter Konflikte werden Kinder nicht selten von ihren Familien getrennt. Dann schließen sie sich manchmal einer bewaffneten Gruppe an, um vor der Gewalt bewaffneter Gruppen geschützt zu sein.

Ein Leben ohne Zukunft 
Im Exil oder Flüchtlingslagern leben Flüchtlingskinder oft in für sie aussichtslos erscheinenden Situationen; die Familien leben am Existenzminimum. Ohne Bildungschancen sind Kinder und Jugendliche jeder Hoffnung auf eine bessere Zukunft beraubt. Der Dienst an der Waffe scheint oftmals ein einfacher Weg der Armut zu entkommen.

Für Konfliktparteien ist es oftmals einfacher, Kinder zu rekrutieren, als Erwachsene. Kinder sind leichter durch religiöse oder ideologischen Ideen zu beeinflussen. Manchmal werden sie zusätzlich mit Drogen und Alkohol gefügig gemacht. Andere Kinder werden entführt und zum Gehorsam gezwungen.

Genaue Opferzahlen bleiben ungewiss
Wie viele Kindersoldaten es weltweit gibt, ist nicht bekannt. UNICEF schätzt die Zahl der Kindersoldaten weltweit auf 250.000. Besonders betroffen seien der Südsudan, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Somalia, Syrien und der Jemen.

2017 rekrutierten nach UN-Angaben 56 bewaffnete Gruppen Kindersoldaten. Erst im November 2018 wurden 79 Schüler und drei Lehrer von Boko Haram aus einer Schule in Kamerun entführt.

Mindestens 21.000 Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder, darunter Zwangsrekrutierung, sexuelle Gewalt oder Angriffe auf Schulen, sind laut UN-Angaben dokumentiert. Dies ist jedoch sicherlich nur die Spitze des Eisbergs. Es muss davon ausgegangen werden, dass zehntausende wenn nicht sogar hunderttausende Kinder in militärischen Konflikten zum Dienst an der Waffe gezwungen werden.

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert.

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