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Presse

5. Oktober 2017: Welttag der Lehrer

In Freiheit lehren, den Lehrberuf stärken

Bei der Erziehung und vor allem qualifizierten Bildung zukünftiger Generationen spielen Lehrerinnen und Lehrer eine bedeutende Rolle. 1994 rief die UNESCO deshalb den Welttag der Lehrer ins Leben, der jährlich am 5. Oktober begangen wird. Ziel dieses Tages ist es, auf die besondere Verantwortung hinzuweisen, die der Lehrberuf für die individuelle wie auch gesellschaftliche Entwicklung hat. Viele Länder klagen über einen eklatanten Mangel an gut ausgebildeten Lehrkräften. Aktuellen Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2030 etwa 69 Millionen neue Lehrer gebraucht, damit Kinder rund um den Globus eine adäquate Grund- und Sekundarschulbildung genießen können.

„Gerade in Ländern, in denen Konflikte herrschen, gestaltet sich eine angemessene Bildung jedoch als äußerst schwierig“, sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe. „Die jahrelangen Bombardements in Syrien haben so etwa dafür gesorgt, dass eine von vier Schulen im Land entweder beschädigt oder gar vollständig zerstört worden sind. Statt Lehrkräften findet man in den noch intakten Gebäuden Menschen, die Schutz vor Bombenhagel suchen.“

Insbesondere bei Flüchtlingskindern, die aufgrund ihrer Lebenssituation ohnehin häufig einige Schuljahre aussetzen müssen, macht sich dieser Mangel in großen Bildungslücken und deutlich niedrigeren Schulbesuchsraten bemerkbar. Nur knapp 60 Prozent aller Flüchtlingskinder besuchen die Grundschule. Aufgrund fehlender Schulplätze und Lehrer schafft es danach aber nicht einmal ein Viertel der Kinder auf eine weiterführende Schule.

Die Herausforderung für die Bildungssysteme der Aufnahmeländer ist umso größer. Die individuellen Lernbedürfnisse der Schüler - immer häufiger eben auch Kinder mit Fluchterfahrung - machen ein Umdenken unumgänglich. „Es genügt nicht, dem Lehrkraftbedarf mit Einstellungen entgegenzuwirken. Gerade vor dem Hintergrund, dass Lerngruppen heute immer heterogener werden, ist eine angepasste Aus- und Weiterbildung der Lehrenden mindestens ebenso wichtig“, so Ruhenstroth-Bauer.

Aus diesem Grund fördert die UNO-Flüchtlingshilfe auch in Deutschland Projekte, die es Lehramtsstudierenden ermöglichen, eine oft beklagte, fehlende Praxisnähe im Studium auszugleichen. „Miteinander lernen“ in Aachen ist so ein Projekt. Außerschulisch werden Schüler mit Flucht- oder Migrationshintergrund, die gerade in den ersten Monaten häufig mit Lernfrust oder -angst zu kämpfen haben, in kleinen Lerngruppen individuell gefördert. Außerdem können die ehrenamtlichen Lehramtsstudierenden im Studium erlernte Methoden anwenden und Materialien erproben.

Weitere Informationen und Spenden online unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

Pressekontakt:
Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
[email protected]