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Presse

Bangladesch: Monsun bedroht Tausende Rohingya-Flüchtlinge

Rohingya-Flüchtlinge laufen durch ein Dorf in Bangladesh.

Bonn, 23.3.2018: Seit Beginn der Massenflucht aus Myanmar nach Bangladesch, Ende August 2017, hat sich die Katastrophe der Rohingya zur schnellst wachsenden Flüchtlingskrise weltweit entwickelt. Bislang sind etwa 671.000 Rohingya auf dem Land- und Seeweg im Nachbarland angekommen. Die Flüchtlingssiedlung von Kutupalong-Balukhali, wo 600.000 Flüchtlinge Aufnahme gefunden haben, ist derzeit das größte und am dichtesten besiedelte Camp der Welt.

Täglich werden dort 16 Millionen Liter sauberes Wasser benötigt, um den Bedarf der Flüchtlinge zu decken. Jeden Monat werden 12.200 Tonnen an Nahrungsmitteln gebraucht.

"Der Monsun mit sintflutartigen Regenfällen und möglichen Zyklonen steht jetzt bevor und bedroht Leben und Gesundheit der Rohingya in Bangladesch. Es sind dringend zusätzliche Maßnahmen erforderlich, um die Flüchtlinge vor den Unwettern zu schützen", so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Mehr als 150.000 Rohingya in Bangladesch leben an Orten mit erhöhtem Gefahrenrisiko von Überflutungen und Erdrutschen. Die Folgen für die Flüchtlinge, mehrheitlich Frauen und Kinder, wären desaströs. Für das Flüchtlingshilfswerk  des Vereinten (UNHCR) ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Um die Menschen vor den anrückenden Unwettern zu schützen, stellen die Helfer den Familien aktuell Unterkünfte bereit, bessern Treppen, Straßen und Brücken aus und siedeln Flüchtlinge an sichere Orte um, die nicht von Überflutungen bedroht sind.

Der UNHCR benötigt in diesem Jahr rund 160 Millionen Euro, um seine Hilfsoperationen für die Rohingya und die Gastbevölkerung in Bangladesch fortsetzen zu können. Der deutsche Partner des UNHCR, die UNO-Flüchtlingshilfe, befürchtet, dass sich die prekäre humanitäre Lage bald noch weiter verschärft.

Weitere Informationen zur Rohingya-Krise und Spenden online unter:www.uno-fluechtlingshilfe.de/nothilfe/bangladesch

Hilfe für Rohingya-Flüchtlinge:
Spendenkonto UNO-Flüchtlingshilfe
Sparkasse Köln-Bonn
IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50
BIC: COLSDE33
Stichwort: Nothilfe Bangladesch

Pressekontakt:
Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
[email protected]