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Bangladesch: Wasser für fast 1 Million Rohingya-Flüchtlinge

In der Region Cox’s Bazar in Bangladesch leben mehr als 900.000 Rohingya-Flüchtlinge. Sauberes Wasser ist hier in den meisten Regionen knapp. Als 2017/18 in kurzer Zeit hunderttausende Flüchtlinge über die Grenze von Myanmar nach Bangladesch flüchteten, war es eine der wichtigsten Aufgaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), die Versorgung der Menschen mit sauberem Wasser sicherzustellen.

Bangladesch: Wasser für fast 1 Million Rohingya-Flüchtlinge

Eine der vielen Wasserstellen in Cox´s Bazar. Foto: UNHCR/A.T.Rahman

Um die ersten Flüchtlinge mit Wasser zu versorgen, bohrte man anfangs sehr viele sogenannte Röhrenschächte, die nicht sehr tief waren. Die Röhrenschächte hatten den Nachteil, dass sie oftmals zu nah aneinander oder in Nachbarschaft zu Latrinen lagen. Eine Verunreinigung des Wassers konnte nicht ausgeschlossen werden.

Minhaj Uddin Ahmed, der seit fünf Jahren als Wasser-Experte in Cox’s Bazar für den UNHCR arbeitet, erklärt: „Wenn aus 20.000 Röhrenschächten zur glehen Zeit Wasser gepumpt wird, kann das zu einem dramatischen Sinken des Wasserstandes kommen. Das resultiert in einer ernsten Wasserknappheit  - nicht nur in den Flüchtlingslagern sondern auch in den Nachbargemeinden."

“Es hätte zu einem massiven Ausbruch von Krankheiten in den Lagern kommen können. Zum Glück ist es nicht geschehen."

Um eine Verunreinigung des Wassers zu vermeiden, wurden tiefere Brunnen gebohrt und die Notfall-Latrinen durch neue, hygienischere Latrinen ersetzt.

Zwischen Ende November und Anfang Mai herrscht in der Region Cox’s Bazar, in der die meisten Flüchtlinge leben, Trockenzeit. Der Wasserstand sink in dieser Zeit erheblich und Wasser hochzupumpen ist schwierig. In diesem Zeitraum müssen manchmal Wasser aus offenen Quellen, Kanälen und Wasserspeichern mit Tanklastern oder Pipelines zu den Menschen gebracht werden und dieses Wasser zum Teil aufbereitet werden. 2017 musste zwischen März und Mai das Wasser pro Anwohner rationiert werden.

Hygiene ist lebenswichtig
Ein weiteres Problem stellten die Hygienebedingungen dar. „Manchmal wird das Wasser verschmutzt, wenn die Menschen es holen oder transportieren. Sowohl Frauen als auch Männer bedecken das Wasser mit Kleidungsstücken, was das Wasser verschmutzt”, berichtet Ahmed. Die Teams veranstalten desshalb regelmässig Treffen, um die Flüchtlinge über die richtigen Hygienemaßnahmen aufzuklären.

Die größte Herausforderung, so Ahmed sei jedoch weiterhin, die vielen tausend Wasserstellen und Wasserleitungen zu überwachen und ihr Funktionieren zu garantieren und damit den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. Dass dies so gut funktioniere, so Ahmed, „ist unser größter Erfolg und das macht uns sehr stolz.“

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