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Bangladesch: Medizinische Hilfe für Rohingya rettet Leben

Neun Gesundheitszentren gibt es in Kutupalong, dem größten Flüchtlingslager in Bangladesch, wo mehr als 740.000 Flüchtlinge aus Myanmar leben. Dort können Patienten rund um die Uhr versorgt werden. Gleichzeitig werden Kranke tagsüber in 14 Gesundheitsstationen behandelt und können mit der Ambulanz in Krankenhäusern außerhalb der Flüchtlingsiedlung gebracht werden. Für die Rohingya-Flüchtlinge ist dies eine große Verbesserung ihrer Lebensbedingungen, nachdem sie in Myanmar nur selten Zugang zu medizinischer Versorgung hatten.

Bangladesch

Nach einer schwierigen Entbindung hält Rajuma glücklich ihre kleine Tochter in den Armen. Foto: UNHCR/I.Yeasmine

Die hochschwangere Rajuma lebt mit ihrem Mann Mohammed Aiyub in einer kleinen Hütte in Kutupalong. Dort begannen auch die ersten Wehen. Mehrere Stunden später wurden sie für die junge Frau zu viel. Um elf Uhr abends brachte Mohammed seine Frau schließlich in das Gesundheitszentrum, wo ihr geholfen wurde.

“Ich hatte Schmerzen, aber ich hatte keine Angst, als ich die ganzen Maschinen sah und die Ärzte und Krankenschwestern waren alle gut ausgebildet”, sagt die Rajuma glücklich. Die 18-Jährige erzählt, dass sie zu Hause in Myanmar viele Probleme hatten, um behandelt zu werden. Oft mussten sie, weil sie Rohingyas waren, extra Geld bezahlen oder Ärzte bestechen. “Eine meiner Freundinnen starb bei der Geburt ihres ersten Kindes in Myanmar. Sie konnte nicht in die öffentliche Klinik gehen. Die traditionelle Geburtshelferin, die ihr half, hatte keine medizinische Ausbildung”, erinnert sich Rajuma.

Gesundheitsversorgung für Rohingya-Flüchtlinge

Seit der Ankunft von über 700.000 Rohingya in Bangladesch, arbeitet das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) eng mit den örtlichen Gesundheitsbehörden und Nichtregierungsorganisationen zusammen. 2018 wurden in den Gesundheitszentren 482.000 Flüchtlinge kostenlos behandelt.Gleichzeitig wurden 309 Flüchtlinge zu freiwilligen Gesundheitsarbeiter ausgebildet. Sie besuchen die Flüchtlingsfamilien zuhause und klären die Bevölkerung über Gesundheits- und Ernährungsfragen auf.

Die größte Verbesserung in der Gesundheitsversorgung ist, dass die medizinische Versorgung rund um die Uhr angeboten wird. Von den Gesundheitszentren können kritische Fälle mit Ambulanzen in Kliniken außerhalb des Flüchtlingssiedlung gebracht werden. So konnte die Sterblichkeitsrate unter den Flüchtlingen im vergangenen Jahr erheblich gesenkt werden.

“Wir haben enorme Fortschritte gemacht, indem jeder, der es braucht eine Gesundheitsversorgung bekommt. Wir haben buchstäblich Leben gerettet und jeden Tag etwas bewirkt”, erklärt die UNHCR-Gesundheitsmitarbeiterin Sandra Harlass. “In Myanmar bekamen die meisten Frauen ihre Kinder zu Hause. Gesundheitszentren waren selten; Impfraten waren extrem niedrig und es gab viele Fälle akuter Mangelernährung.“

“Wir haben jedoch noch viel zu tun: nur ein Drittel der Frauen gehen zur Entbindung in Gesundheitszentren. Wir arbeiten mit Flüchtlingen zusammen, die in die Gemeinden und die Gesundheitskommittees gehen. Sie helfen uns besser zu verstehen, was die Flüchtlinge brauchen und wie wir an sie herankommen. Wenn Flüchtlinge zu Flüchtlingen sprechen ist das sehr viel einfacher“, erklärt Sandra Harlass.

Im Gesundheitszentrum in Kutupalong sitzt Rajuma mit ihrer neugeborenen Tochter auf der Liege. Sie kann noch eine Nacht dort bleiben. “Ich bin gesegnet, dass ich hier so gut versorgt werde. Dadurch dass wir nach Bangladesch gekommen sind, hat sich unser Leben sehr verändert. Jetzt denke ich: keine Mutter muss sterben; kein Baby muss sterben.”

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