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Presse

Exodus aus Venezuela verschärft sich weiter

4 Millionen Menschen auf der Flucht

Venezuela

Die Massenflucht geht unvermindert weiter: Am heutigen Tag wurde die Zahl von vier Millionen Venezolaner überschritten, die ihr Land verlassen haben. Damit handelt es sich um eine der größten Flucht- und Migrationsbewegungen weltweit, so die UNO-Flüchtlingshilfe. Nach Aussagen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) und IOM, der Internationalen Organisation für Migration, sind die meisten von ihnen auf internationalen Flüchtlingsschutz angewiesen.

Die UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des UNHCR, appelliert daher an die internationale Gemeinschaft, die Flüchtlinge und die Aufnahmeländer stärker zu unterstützen. „Es ist zu befürchten, dass aufgrund der sich weiter verschlechternden Versorgungslage und fehlender Sicherheit immer mehr Frauen und Kinder zur Flucht gezwungen werden. Wir müssen schnelle und umfangreiche Hilfe auf den Weg bringen“, fordert der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Massenexodus aus Venezuela
Der Exodus der Venezolaner ist der größte der jüngeren Geschichte von Lateinamerika und der Karibik-Region. Von rund 695.000 Ende 2015 war die Zahl der Flüchtlinge und Migranten aus Venezuela nach Angaben der nationalen Einwanderungsbehörden und anderer Quellen bis heute auf über vier Millionen angestiegen. In nur sieben Monaten seit November 2018 stieg die Zahl der Flüchtlinge und Migranten um eine Million.

Mehr als 80 Prozent der venezolanischen Flüchtlinge wurden von Ländern in Südamerika aufgenommen, die weiterhin eine Politik der offenen Grenze, Solidarität und Großzügigkeit zeigen. Jedoch stoßen die Länder zunehmend an die Grenzen ihrer Kapazitäten, was das friedliche Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung gefährden, zu Diskriminierungen und Fremdenfeindlichkeit führen kann. Um diese negativen Auswirkungen zu verhindern, haben der UNHCR und seine Partner seit 2017 ihre Präsenz in Venezuela und den Nachbarstaaten massiv ausgebaut und sowohl die Unterstützung der Geflüchteten als auch der Gastbevölkerung verstärkt.

Pressekontakt:
Marius Tünte
Tel. 0228-90 90 86-47
[email protected]

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