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Gemeinsam mehr erreichen

Wie aus einer kleinen Idee eine große Spendenaktion werden kann

Frederik Böna mit Freunden auf dem Rädern © Rainer Kraus

Frederik Böna mit Unterstützern bei seiner Spendenaktion für Flüchtlinge. © Rainer Kraus

„So kann man doch mit Menschen nicht umgehen,“ war Frederik Bönas Gedanke, als überall die Bilder von Lesbos und den nach dem verheerenden Brand obdachlos gewordenen Geflüchteten auftauchten. „Ich war einfach fassungslos über die Situation in Moria, fast noch mehr aber darüber, wie Europa so was zulassen kann und einfach die Augen verschließt.“

„Jetzt kommt der Winter – und Europa schaut offenbar einfach weg oder nimmt das weitere Unheil sogar bewusst in Kauf, um auf eine abschreckende Wirkung zu hoffen.“

Für ihn stand schnell fest: „Ich möchte etwas unternehmen.“

Im Rahmen seiner Möglichkeiten wollte er seinen Teil beitragen und die Nothilfe des UNHCR unterstützen. „Es sollte irgendeine Aktion sein, die zu mir passt und mir im besten Fall sogar Spaß macht,“ so Böna. Für den passionierten Fahrradfahrer war es naheliegend, die Aktion mit seinem größten Hobby zu verbinden.

Die Idee: Mit seinem Rennrad wollte er den Heidelberger Königsstuhl so oft hoch- und runterfahren, bis er nicht mehr kann, maximal aber 24 Stunden. Unterstützer*innen waren für die Aktion dazu aufgerufen, dann pro Höhenmeter oder Auffahrt zu spenden

Das Endergebnis lässt sich sehen: Insgesamt kamen 31 Auffahrten, 309 Kilometer und beeindruckende 10.285 Höhenmeter zusammen. Durch 53 Unterstützer*innen wurden am Ende rund 4.400€ gesammelt. Eine große Summe.

Frederik Böna hat die gesamte Aktion außerdem über seinen Instagram-Account begleitet und konnte so nicht nur Mitfahrer*innen finden, sondern auch viele Spender*innen gewinnen und auf die Lage in Moria aufmerksam machen.

„Spendenaktionen wie diese sind großartig, weil wirklich jede und jeder mit einem kleinen Beitrag dazu beitragen kann ein großes Gesamtergebnis zu erreichen, um Menschen in Not zu helfen,“ sagt Bianca Sachunsky, die bei der UNO-Flüchtlingshilfe solche und andere Spendenaktionen individuell betreut und unterstützt.

Die Anlässe dafür sind vielfältig. Manche wünschen sich zum Geburtstag symbolisch ein Zelt, das Familien auf der Flucht Schutz bietet, andere rufen an ihrer Hochzeit zu Spenden auf und sogar bei Trauerfeiern wird die Arbeit des UNHCR unterstützt.

„Viele ältere Menschen haben selbst Fluchterfahrung, deshalb liegt ihnen die Arbeit der UNO-Flüchtlingshilfe sehr am Herzen. Oft wünschen sie sich im Falle ihres Todes dann Spenden statt Blumen und Kränze. Das sind Aktionen, die mich besonders berühren,“ so Sachunsky.

Eine besonders schöne Aktion gab es dieses Jahr auch in Frankfurt: Bei einer Konzertveranstaltung mit dem geflüchteten Pianist Aeham Ahmad in der Gutenberg-Schule, hatten Schüler*innen Limonade und Kuchen aus ihren jeweiligen Heimatländern für die Besucher zum Verkauf angeboten. Der Besuch von Ahmad hinterließ tiefen Eindruck bei den Schüler*innen und Lehrkräften, denn auch viele junge Geflüchtete waren Teil der Schulgemeinde. Die Einnahmen des Kuchenverkaufs wurden gespendet und für lebenswichtige Nothilfe verwendet. Am Ende des Jahres wurde sogar das übrig gebliebene Geld aus diversen Abschlussfahrten an die UNO-Flüchtlingshilfe gespendet.

„Jede*r kann versuchen, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit können alle etwas tun,“ sagt Frederik Böna. Auch wenn eine Aktion auf den ersten Blick noch so klein wirkt – am Ende kann sie einen großen Unterschied machen.

 

Sie überlegen sich, eine eigene Spendenaktion zu organisieren?

Dann finden Sie hier weiterführende Informationen oder können sich hier inspirieren lassen und vielleicht schon die erste Idee für eine eigene Spendenaktion finden.

Gemeinsam ist man stärker – das gilt auch beim Spenden und der Unterstützung der lebensrettenden Arbeit des UNHCR.

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