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Indonesien: Hilfsgüter erreichen Erdbeben- und Tsunamiopfer

“Ich bin zum Haus meines Vaters gekommen, um ein paar Dinge zu retten, die wir in unserer Notunterkunft brauchen könnten. Das Einzige, was ich gefunden habe, ist eine Matte. Das Haus, in dem ich aufgewachsen bin, ist völlig zerstört”, sagt Mega, 31 Jahre alt. Zusammen mit ihrem Ehemann durchsucht sie die Trümmer ihres Vaterhauses in Palu.

Indonesien: Hilfsgüter erreichen Erdbeben- und Tsunamiopfer

Über 300 Zelte sollen in Donggala für obdachlose Familien aufgebaut werden. Foto: UNHCR/F.Ijazah

Wie tausende Einwohner von Palu, hat auch Mega keinen Platz mehr zum Leben. Am 28. September 2018 zerstörte ein Erdbeben und der nachfolgende Tsunami die Stadt und Umgebung. Über 2.000 Menschen wurden getötet, 4.400 Menschen wurden verletzt und 680 Menschen gelten noch immer als vermisst. Die Behörden gehen davon aus, dass 68.000 Häuser zerstört wurden und dass ca. 200.000 ihre Häuser und Dörfer verlassen mussten.

80.000 Menschen leben seither unter freiem Himmel

Ria, 35, hält die neunjährige Cika auf dem Schoss und erzählt unter Tränen: „Ich habe zwei meiner drei Kinder verloren. Meine beiden Jungen waren die Jüngeren, sie wären jetzt nicht tot, wenn ich bei ihnen gewesen wäre.“

UNHCR-Mitarbeiter, die in Palu unterwegs sind, beschreiben die Situation als "jenseits der Vorstellungskraft" und "verheerend". Ganze Dörfer wurden dezimiert. In vielen Gemeinden liegen Häuser, Schulen und Krankenhäuser in Trümmern. In Petobo and Balaroa haben das Erdbeben und die Wassermassen weite Gebiete in Schlamm verwandelt. Viele Familien haben dort nicht nur ihre Häuser verloren, sondern auch das Land, das sie einst bewohnten.

Eine Überlebende, die die Ausmaße der Zerstörung inspiziert, ist Rosmini. “Ich hatte solche Angst”, erzählt sie. “Heute ist der erste Tag, an dem ich es schaffe hierher zu kommen und die Häuser meiner Verwandten zu besichtigen.”

Die Solidarität unter den Überlebenden ist groß, man hilft sich, wo man kann, obwohl viele Menschen noch unter Schock stehen. Viele berichten, dass sie noch so sehr von dem Erlebten während des Erdbebens und Tsunami traumatisiert seien, dass sie es noch nicht ertragen könnten zu den Überresten ihrer Häuser zurückzukehren.

Am Wochenende erreichten über 1.700 Familienzelte und 8.400 Plastikplanen die Region. Sie werden von den Partnerorganisationen vor Ort verteilt. Weitere Hilfsgüter, Zelte, Schlafmatten, Moskitonetze und Solarlampen werden noch erwartet. 180 Zelte wurden bereits im Distrikt Donggala mit Hilfe der indonesischen Armee errichtet.

Bitte spenden Sie und unterstützen die Opfer des Erdbebens und des Tsunamis in Indonesien.