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Update

Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie

Als Teenager wurde Carolina* von ihrer Familie in San Salvador ausgestoßen und von Straßengangs bedroht, weil sie transgender ist. Jetzt ist die junge Frau in Guatemala und kämpft für die Menschenrechte.

Die Regenbogenflagge hängt am internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie am UNHCR-Headquarter in Genf.

Die Regenbogenflagge hängt am 17. Mai am UNHCR-Headquarter in Genf. Foto: UNHCR/S.Hopper

"Ich war 14 oder 15, als meine Mutter mich das letzte Mal aus dem Haus geworfen hat", erinnert sich Carolina. "Sie hat mir gesagt "Verschwinde von hier! " und dass ich nicht bleiben könne. In dem Moment habe ich nichts gesagt - ich habe meine Tasche gepackt und bin gegangen."

Im Norden Zentralamerikas sind lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle Menschen, die unter dem Namen LGBTI bekannt sind, besonders gefährdet. Viele von ihnen flüchten vor der Gewalt, der sie ausgesetzt sind. Fast 90 Prozent der LGBTI-Asylsuchenden und Flüchtlinge aus Mittelamerika geben an, dass sie in ihren Herkunftsländern sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt erlitten haben.

Eine wachsende Zahl dieser Menschen sucht in Guatemala Zuflucht. Bis Ende 2017 beherbergte das Land 370 Flüchtlinge. 150 haben in diesem Jahr Asyl beantragt.

Carolina lebt nun in Guatemala-Stadt, wo sie eine gewisse Freiheit genießt. Sie will dort Asyl beantragen und sich ein neues Leben aufbauen.

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie sagt sie:  "Wir alle sind Menschen. Wir verdienen es, mit demselben Respekt behandelt zu werden. "

* Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert