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Irak: 30.000 Menschen flüchten aus Telafar

Der Kampf gegen extremistische Gruppen im Irak hat auch nach der Rückeroberung der Großstadt Mossul nicht nachgelassen. Zivilisten fliehen aus der umkämpften Stadt Telafar, die seit 2014 von den Extremisten beherrscht wird und seitdem von jeglicher Hilfe abgeschnitten war.

Flüchtlingsfamilien sind endlich in Sicherheit.

Eine Flüchtlingsfamilie erreicht das Transitzentrum Hammam Al-Alil. Foto: UNHCR/C.Gluck

In den vergangenen vier Monaten sind rund 30.000 Menschen aus Telafar geflohen. Viele kommen in den Flüchtlingslagern unter, in denen auch die Geflüchteten aus Mossul leben. Telafar liegt etwa 65 Kilometer von Mossul entfernt.

Die Lebensumstände in der umkämpften Stadt, in der Hilfsorganisationen seit 2014 nicht mehr arbeiten konnten, sind schwierig. Noch immer harren tausende Menschen dort aus - vor allem Ältere und Kranke - weil sie die gefährliche Flucht nicht antreten können.

Lebensmittel sind knapp. Die Strom- und Wasserversorgung sind eingeschränkt; medizinische Hilfe kaum vorhanden. UNHCR befürchtet, dass irakische Zivilisten, wie zuvor bereits in Mossul, als menschliche Schutzschilde missbraucht und sie bei ihrer Flucht erschossen werden könnten. UNHCR appelliert daher an alle Parteien, den Zivilisten sichere Korridore aus der Konfliktzone zu ermöglichen.

Die Geflohenen berichten von Scharfschützen und Landminen, die die Flucht sehr riskant machen.  Viele erzählen davon, Leichen auf ihrem Weg gesehen zu haben. Die Neuankömmlinge kommen erschöpft in den Flüchtlingslagern an. Viele sind dehydriert oder haben Verletzungen.

Hilfe vor Ort
Im Flüchtlingslager Nimrud versorgt UNHCR schon jetzt etwa 22.000 Binnenvertriebene aus Telafar. Im Transitzentrum Hammam Ak Alil sind in der vergangenen Woche1.500 Familien angekommen. Die Menschen bekommen eine Unterkunft und erste Hilfsgüter. Ein weiteres Flüchtlingslager für 1.000 Familien (6.000 Menschen) soll in der Nähe von Mossul gebaut werden.

3 Millionen Binnenvertriebene brauchen Unterstützung
Die Zahl der Binnenvertriebenen im Irak wird auf mehr als 3 Millionen Menschen geschätzt. Wegen der andauernden Kämpfe der irakischen Truppen gegen Extremisten geht UNHCR davon aus, dass diese Zahl in den kommenden Monaten noch steigen wird.

Die Einsätze von UNHCR im Irak sind stark unterfinanziert, was die Versorgung und Unterstützung der Vertriebenen gefährdet. Für den Aufbau von Flüchtlingslagern und die Unterstützung von Rückkehrern werden dringend 126 Millionen US-Dollar benötigt.

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