Helfen, wo es am Nötigsten ist

Weltweit sind Flüchtlinge dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie mit Ihrer regelmäßigen Spende!

Starten Sie Ihre eigene Spendenaktion

Gemeinsam ist man stärker. Das gilt auch beim Spenden. Engagieren Sie sich aktiv für Flüchtlinge und starten Sie Ihre eigene Spendenaktion!

Aktion starten

Teilen

News

Jemen: Eine von Menschen gemachte Katastrophe

Über 20 Millionen Menschen im Jemen – 67 Prozent der Bevölkerung – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, um zu überleben. Das vom Bürgerkrieg geschüttelte Land steht kurz vor einer Hungersnot. 1,8 Millionen Kinder sind extrem mangelernährt - 400.000 von ihnen gelten bereits als unterernährt. Neben der Verteilung von Hilfsgütern und der Bereitstellung von Unterkünften, werden Familien auch mit sogenannter Cash-Assistance unterstützt.

Jemen: Eine von Menschen gemachte Katastrophe

Hassan musste mit seiner Familie vor den Kämpfen fliehen und lebt seither bei Verwandten in Sana’a. Foto: UNHCR/S.Abusneida

Die humanitäre Katastrophe im Jemen ist von Menschen gemacht: der seit vier Jahren andauernde  Konflikt und der damit zusammenhängende wirtschaftliche Niedergang des Landes sind Auslöser für die jetzige Situation. Die zivile Infrastruktur ist zerstört – viele Schulen, Krankenhäuser und Gesundheitszentren sind nur noch Ruinen. Viele Menschen mussten ihre Häuser, Dörfer und Städte verlassen und haben kein Einkommen mehr. Gleichzeitig sind die Preise in die Höhe geschossen, da Lebensmittel knapp und viele Zufahrtswege zerstört oder versperrt sind und Häfen von Kämpfen blockiert werden.

Hassan Naser kommt uns auf einen Stock gestützt entgegen. Der 61-Jährige floh vor drei Jahren aus seiner Heimatstadt Aden und lebt jetzt mit seiner Frau und den vier Kindern bei Verwandten in der Nähe von Sana’a. Hassan hat gerade eine finanzielle Unterstützung des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) für sich und seine Familie abgeholt.

“Ich habe Nierenprobleme und kann nur sehr langsam laufen, weil ich einen Bandscheibenvorfall hatte”, erklärt Hassan. “Ich werde den größten Teil des Geldes brauchen, um die Medikamente zu bezahlen und den Rest werden wir brauchen, um die Miete zu bezahlen.”

Es muss sofort gehandelt werden, um Leben zu retten und zu verhindern, dass Millionen Menschen hungern.

Vor allem die Menschen in umkämpften Gebieten, aber auch diejenigen, die ihr Zuhause verlassen mussten, haben kaum mehr Ressourcen, um zu überleben. Mehr als 3 Millionen Menschen sind zu Vertriebenen im eigenen Land geworden.

UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic betont, dass die Hilfe für viele Familien im Jemen, die flüchten mussten, überlebenswichtig ist. "Daher ist es nach wie vor wichtig, dass die lebensrettenden kritischen Aktivitäten - einschließlich Schutz und Notunterkünfte - parallel zu den Programmen für Ernährung, Gesundheit und Bildung angegangen und Familien auch finanziell unterstützt werden."

Cash-Assistance hilft Familien in Not
UNHCR arbeitet im Jemen mit der Al Amal Bank zusammen, um Bargeldhilfen für Familien direkt über ein sogenanntes Hawala-System zu verteilen, das trotz des Konflikts im Jemen funktioniert. Dadurch ist es möglich auch Familien in schwer zugänglichen und abgelegenen Gebieten zu helfen. Die finanzielle Unterstützung verhindert nicht selten, dass Kinder arbeiten müssen, um die Familie zu unterstützen oder dass Mädchen zu früh verheiratet werden.

Hilfsprogramme für den Jemen unterfinanziert
Zusammen mit lokalen Behörden und NGOs koordiniert das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) die Hilfsmaßnahmen und den Schutz für die Vertriebenen. Doch finanzielle Engpässe behindert die lebensrettende Hilfe. Momentan sehen dem UNHCR nur 3 Prozent der benötigten Mittel zur Verfügung.

Der UNHCR appelliert immer wieder an die Konfliktparteien, Zivilisten zu schützen und bekräftig gleichzeitig, dass nur eine friedliche Lösung des Konflikts weiteres Leid für die Menschen stoppen kann.

Um Ihr Erlebnis auf unserer Webseite zu verbessern, aber auch für Analysen und zu Werbezwecken, verwenden wir Cookies. Mit der weiteren Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Nähere Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen.

Zur Datenschutzerklärung