Helfen, wo es am Nötigsten ist

Weltweit sind Flüchtlinge dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie mit Ihrer regelmäßigen Spende!

Starten Sie Ihre eigene Spendenaktion

Gemeinsam ist man stärker. Das gilt auch beim Spenden. Engagieren Sie sich aktiv für Flüchtlinge und starten Sie Ihre eigene Spendenaktion!

Aktion starten

Teilen

Presse

Jemen: Geberkonferenz nach fünf Jahren Krieg

Hunger, Cholera und Gefahr durch Covid-19

Jemen

Binnenvertriebene im Jemen. Foto: UNHCR/M.Hamoud

Anlässlich der heutigen Geber-Konferenz für den Jemen bezeichnet die UNO-Flüchtlingshilfe die Zustände im Land als humanitäre Katastrophe und fordert ein Ende der Kämpfe. Mehr als 24,1 Millionen Jemeniten brauchen humanitäre Unterstützung. Allein seit 2015 wurden über 3,6 Millionen Menschen vertrieben und leben seitdem als Binnenflüchtlinge im Land. Die humanitäre Hilfe ist allerdings dramatisch unterfinanziert.  Doch auch die Bedingungen in den Nachbarländern, wie Somalia, sind so aussichtslos, dass über 282.000 Flüchtlinge und Asylsuchende im Jemen Schutz suchen. Die Zivilbevölkerung leidet unter Armut, Hunger, Krankheiten und Bombardements. 2017 brach im Jemen die weltweit schlimmste Cholera-Epidemie aus, die je dokumentiert wurde. Die Folgen einer Corona-Pandemie im Jemen wären verheerend.

„Das Land liegt nach fünf Jahren Krieg am Boden, die Menschen sind verzweifelt. Es helfen nur zwei Punkte: Frieden und finanzielle Unterstützung“, fasst Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, zusammen.

Hilfe ist jetzt dringend erforderlich, da diese Gruppen am stärksten der Bedrohung durch COVID-19 ausgesetzt sind, die schwerwiegende Folgen haben kann, wenn die Hilfsorganisationen nicht in der Lage sind, angemessene Unterstützung zu leisten.

Hintergrund zum Krieg im Jemen
Etwa die Hälfte der Binnenvertriebenen sind Frauen, 27 Prozent von ihnen unter 18 Jahre. Aufgrund der begrenzten Optionen für die Unterbringung von Vertriebenen, leiden Frauen und Mädchen am meisten unter einem Mangel an Privatsphäre, Sicherheitsbedrohungen und einem eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Seit 2015 bekämpfen sich dort die international anerkannte Regierung des Landes und Huthi-Rebellen. Der UNHCR, dessen nationaler Partner die UNO-Flüchtlingshilfe ist, kontrolliert regelmäßig die Wasserqualität. Zudem baut er Latrinen, Waschmöglichkeiten, Wasserstellen und verteilt Kanister für den Transport von Wasser. Die Republik Jemen liegt im Süden der Arabischen Halbinsel. Das Land ist etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland und hat knapp 28 Millionen Einwohner.

Unterstützungsmöglichkeiten unter  www.uno-fluechtlingshilfe.de

Pressestelle der UNO-Flüchtlingshilfe
Marius Tünte
Tel: 0228-90 90 86-47
[email protected]