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Jemen: Eine von Menschen gemachte KatastropheJemen: UNHCR appelliert an KonfliktparteienJemen: Humanitäre Notlage spitzt sich zu
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Jemen: Neue Kämpfe, Vertreibung und Not

In den letzten zwei Monaten haben neue Kämpfe im Jemen mehr als 32.000 Jemeniten zur Flucht aus ihren Dörfern gezwungen. Insgesamt leben im Jemen mehr als zwei Millionen Binnenvertriebene, die den Winter mit Temperaturen, die unter den Null fallen können, in Zelten und Hütten verbringen müssen.

Binnenvertriebene wärmen sich an einem kleinen Feuer aus Papiermüll die Hände.

Binnenvertriebene wärmen sich an einem kleinen Feuer aus Papiermüll die Hände. Foto: UNHCR/S.Abusneida

Mohammed Saad*, floh mit seiner Familie gerade noch rechtzeitig aus der Küstenregion Al Khawkhah in die Hafenstadt Aden.  “Wir hatten Glück, dass wir so früh gingen – drei Tage später wurde ein Bus, voll mit Leuten, die fliehen wollten, getroffen und mehrere Menschen starben”, erzählt der ehemalige Busfahrer. Sie selbst packten ihre Sachen und machten sich auf, immer auf der Hut vor Kugeln, Bomben und Minen.

Seit Beginn des Winters sind in der Stadt Sana´a wieder Kämpfe aufgeflammt. Hayat Saif, die mit ihren Kindern vor drei Wochen aus Al Khawkah floh, beschreibt die Kämpfe als die Schlimmsten, die sie in diesem Konflikt gesehen hat. “Es wurde immer schlimmer, so dass wir irgendwann fliehen mussten. Wir schliefen unter den Möbeln, um uns so gut wie möglich zu schützen. Einige Familien, die zurückgeblieben sind, müssen sich jetzt unter der Erde verstecken”, erzählt sie.

Dreiviertel der Bevölkerung auf Hilfe angewiesen
Die neuerliche Gewalt verschlimmert die humanitäre Lage im Jemen, wo mehr als 22 Millionen Menschen – etwa Dreiviertel der Bevölkerung – auf Unterstützung angewiesen sind. 90 Prozent der zwei Millionen Binnenvertriebenen im Jemen, sind seit mehr als einem Jahr auf der Flucht vor der Gewalt. Dies ist eine Herausforderung für die Gastgemeinden, deren Ressourcen in einem Land schwinden, in dem Hunger und Elend an der Tagesordnung sind.

“Mit der zunehmenden Gewalt im Jemen müssen wir nicht nur die neuen Vertriebenen versorgen, darunter immer mehr Familien, die fliehen – aber wir müssen auch auf die langanhaltende Vertreibung reagieren. Jeden Tag, den der Krieg anhält, bedeutet für diejenigen, die nicht zuhause sein können, ein weiterer Tag vertrieben zu sein”, sagt der UNHCR-Repräsentant Ayman Gharaibeh.

Seit Beginn des Konfliktes im Jemen im März 2015 unterstützt das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) Binnenvertriebene und Flüchtlinge im Jemen. Mehr als eine Million Frauen, Männer und Kinder, die vor der Gewalt fliehen mussten sind mit Hilfsgütern wie Matratzen, Decken, Schlafmatten, Küchensets und Eimern versorgt worden.

“Unsere Hoffnung ist, dass dieser hässliche Krieg aufhört und die kämpfenden Parteien uns in Frieden leben lassen.” (Fatemah)

Im vergangenen Monat haben mehr als 18.000 binnenvertriebene Familien (etwa 130.000 Menschen) im Jemen einen finanziellen Zuschuss bekommen, um über die kommenden kalten Monte zu kommen.

Für Fatemah Murai, die mit ihren drei Enkeltöchtern, die Vater und Mutter verloren, aus der umkämpfte Region Nihm bei Sana´a geflohen ist, ist diese Unterstützung eine große Hilfe. “Wir haben unser Land, unser Haus und die Möbel verloren und wurden über Nacht obdachlos. Seitdem wir geflohen sind, ist dies die erste Hilfe, die wr bekommen. Jetzt im Winter ist es besonders schwierig, aber jetzt können wir uns mehr Decken, Kleidung und Medikamente kaufen”, berichtet Fatemah.

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert

 

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