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Klimaflucht: Mehr als 26 Millionen Menschen jährlich vertrieben

Zwei Frauen tragen Äste und Gehölz durch eine Wüstengegend.

Bonn, 8.11.2017: Auf der UN-Klimakonferenz (COP 23) in Bonn diskutieren derzeit Regierungsvertreter, Repräsentanten der Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen, von Wissenschaft und Wirtschaft über die Herausforderungen der globalen Klimapolitik.

Veränderungen des Klimas und der Umweltbedingungen haben große Auswirkungen auf das Leben von Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit. Bereits seit Jahren sind Vertreibungen aufgrund von Klimawandel Realität. Nach Angaben des International Displacement Monitoring Centre (IDMC) sind seit 2008 aufgrund von Naturkatastrophen jährlich 26,4 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen worden. Diese Zahl bedeutet, dass jede Sekunde ein Mensch vertrieben wird.

Es gibt zahlreiche regionale Beispiele für Klimawandel als Fluchtverstärkter. So wurden im Nordosten von Syrien bereits vor Ausbruch des Bürgerkrieges 1,5 Millionen Menschen entwurzelt. Grund dafür war eine fünfjährige Dürre, die diese Region heimsuchte. Weitere klimabedingte Vertreibungen finden sich in der sudanesischen Provinz Darfur, im Irak und Somalia.

In den meisten Fällen sind Klimawandel, Verfolgung und Gewalt sich ergänzende Fluchtfaktoren. Bereits in den Jahren 2013 und 2014 flohen Tausende Somalier vor der jahrelangen Dürre und den Anschlägen der Al-Shabaab-Milizen nach Kenia. Auch in diesem Jahr setzte sich die Massenflucht fort: Allein in den ersten vier Monaten von 2017 suchten fast 260.000 Somalier Schutz, Unterkunft und Nahrung in anderen Landesteilen. Sie flüchteten vor Hunger, Trockenheit und marodierenden Banden, die ihre Farmen überfielen und plünderten.

Mit Fortschreiten des Klimawandels nimmt auch der Migrationsdruck zu und stellt somit die Arbeit des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) vor große Herausforderungen. „Die Folgen von Umweltzerstörungen treffen vor allem die Schwächsten. Kinder, Frauen und ältere Menschen bleiben zurück. Sie benötigen dringend zusätzliche Unterstützung unseres Partners UNHCR“, so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Weitere Informationen zum Klimawandel als Fluchtgrund und zur Hilfe des UNHCR finden Sie unter https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/fluchtursachen/fluchtursache-klimawandel.html

Pressekontakt:
Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de
 

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