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Presse

Klimawandel und Umweltzerstörung als Fluchtursache

Tag der Umwelt

Dürre

Zum heutigen „Tag der Umwelt“ macht die UNO-Flüchtlingshilfe, der nationale Partner des Flüchtlings-hilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), deutlich, dass zunehmende Klimaveränderungen die weltweiten Fluchtbewegungen weiter verschärfen. Weltweit haben wetterbedingte Gefahren wie Stürme, Wirbelstürme, Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände und Erdrutsche allein in 2018 16,1 Millionen Menschen vertrieben: Durch den Klimawandel kommen Naturkatastrophen nicht nur häufiger und intensiver vor, er steigert auch langfristige Umweltveränderungen wie etwa den Anstieg des Meeresspiegels und vermehrte Dürren.

„In Somalia leiden die Menschen nicht nur aufgrund bewaffneter Konflikte, Dürren belasten die Menschen zusätzlich und verschärfen die Lage vor Ort“, kommentiert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.

Deutlich weniger Niederschläge während der Regenzeiten haben in vielen Teilen Somalias zu einer starken Dürre geführt. Bis Juli dürften nach Schätzungen des UNHCR 5,4 Millionen Menschen unter Lebensmittelknappheit leiden. Die Dürre hat seit Anfang des Jahres mehr als 49.000 Menschen gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, da sie nach Nahrung, Wasser, Hilfe und Arbeit suchen, vor allem in städtischen Gebieten.

Klimawandel als Fluchtursache
Eine Folge des Klimawandels ist die Verdopplung der Naturkatastrophen in den letzten 20 Jahren. Bei fast jeder Naturkatastrophe müssen die Menschen aus ihren Häusern fliehen, manchmal über Landesgrenzen hinweg. So fegten im März innerhalb weniger Wochen zwei Zyklone über Südostafrika hinweg und verursachten Zerstörung in Mosambik, Simbabwe und Malawi. Noch nie zuvor gab es in der Region zwei so starke Wirbelstürme hintereinander. Häuser wurden einfach hinweggefegt und Sturzfluten hinterließen Trümmer und Schlamm, der sich über alles legte. Im Flüchtlingslager Tongogara in Simbabwe, wo 13.000 Flüchtlinge leben, wurden über 90 Prozent der Häuser und Latrinen beschädigt und sind zusammengebrochen. Brunnen und Bohrlöcher sind kontaminiert, sodass das Risiko von durch Wasser übertragbaren Krankheiten wie Cholera und anderen Durchfallerkrankungen steigt.

Die UNO-Flüchtlingshilfe ruft daher die internationale Gemeinschaft dazu auf Maßnahmen zu entwickeln, um klimabedingten Katastrophen vorzubeugen, um die Widerstandsfähigkeit der Natur zu verstärken und die vom Klimawandel betroffenen Menschen zu schützen.

Mehr Informationen unter: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluchtursachen/klimawandel/

Pressekontakt:
Marius Tünte
Tel. 0228-90 90 86-47
tuente@uno-fluechtlingshilfe.de

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