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Mexiko: Der Marsch nach Norden

Als Straßengangs das Haus seiner Familie in Honduras anzündeten, wusste der 16-jährige Eduardo*, dass er keine Wahl mehr hatte, sondern um sein Leben rennen musste. “als ich unser Haus brennen sah - das Glück hatte uns verlassen und es war Zeit zu fliehen.“

Mexiko: Der Marsch nach Norden

Flüchtlinge aus Mittelamerika warten vor einer Asylantragstelle in Ciudad Hidalgo, Mexiko. Foto: REUTERS/U.Marcelino

Nachdem er jahrelang in ständiger Angst gelebt hatte, entweder getötet zu werden oder von einer der Gangs in seiner Heimatstadt Colon, rekrutiert zu werden, schloss sich Eduardo einer Gruppe von Cousins an, die sich dem Marsch nach Norden anschließen wollten.

Zusamme liefen sie bis in an benachbarte Guatemala. Eduardo und seine Cousins waren am Kopf der “Karawane” als sie die Grenze nach Mexiko erreichten. Dort, am Fluss Suchiate, schlossen die Grenzer die Schlagbäume und es kam zu Handgemengen.

“Ich fühlte mich hilflos, nicht gewollt, von keinem Land. Ich hatte Angst, dass die mexikanischen Behörden uns zurückschicken würden und dann mein echter Alptraum beginnen würde“, erinnert sich Eduardo.

Nachdem bereits im April viele Menschen gemeinsam durch Mexiko liefen, ist diese Bewegung, die nun auf rund 7.000 Menschen geschätzt wird, die zweite in diesem Jahr in der Region. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat Mitarbeiter an die südliche Grenze von Mexiko, die Grenzregion zu Guatemala und Honduras entsendet, die mit den Behörden zusammenarbeiten, um eine sichere Aufnahme für jene zu gewährleisten, die unterwegs abbrechen und wieder zurückkehren. Sie beobachten die Situation vor Ort und organisieren humanitäre Hilfe. Dabei geht es vor allem um die Registrierung der Menschen und die Identifizierung von und Hilfe für besonders hilfsbedürftigen Menschen wie Kinder, Kranke oder schwangere Frauen.

Eduardo konnte schließlich mit 1.500 anderen Menschen in Mexiko einreisen und dort einen Antrag auf Asyl stellen. Er bekam Lebensmittel und einen Platz zum Schlafen. Und er konnte auch einen Arzt sehen. Jetzt, wo er in Sicherheit ist und Asyl beantragen konnte, denkt Eduardo an seine Schwester, die zurückgeblieben ist.

“Meine Schwester und ich sind durch dick und dünn gegangen. Was ich am meisten vermisse ist, jeden Tag ihre Stimme zu hören”, sagt Eduardo. “Ich habe Angst davor, dass auch sie eines Tages vom Glück verlassen wird.“

*Namen aus Sicherheitsgründen geändert.

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