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Somalia: Auf der Flucht vor der Dürre
Update

Somalia: Wiedersehen nach 20 Jahren

Fadumo Nour Zein ist 81 Jahre alt. 20 Jahre lang, wusste sie nicht, ob ihre Tochter Fatima noch lebte. Jetzt sitzt sie auf einem Metallbett im UNHCR-Zentrum in Rumänien und tätschelt das Knie der lang verschollenen Tochter, ihr Enkel Ali auf der anderen Seite.

Die 81-jährige Fadumo strahlt Zuversicht aus.

Die 81-jährige Fadumo strahlt Zuversicht aus. Foto: UNHCR/I.Epure

Fadumo lebte mit ihrem Mann Ali Mohamed Zein in Mogadischu. Fadumo lacht und erzählt, sie seien schon so lange verheiratet, sie würde sich nicht einmal mehr an ihre Hochzeit erinnern. In Mogadischu herrschte Krieg und Gewalt. Die Tochter verließ Somalia 1991 mit ihrem Mann. 17 Jahre hielten Fadumo und Ali es im Krieg aus. Dann wurde es für sie unerträglich und sie buchten 2008 einen Flug nach Syrien. Niemand dachte, dass nur drei Jahre später dort auch ein Krieg ausbrechen würde.

“Es war furchtbar”, erinnert sich Fadumo über ihre Zeit in Syrien im März 2011. “Wir erinnerten uns an den Krieg zuhause.” Sie wurden älter und gebrechlicher. Ali hatte einen Schlaganfall, ist nun blind und taub. Andere somalische Flüchtlinge, die sich um die beiden gekümmert hatten, begannen, das Land zu verlassen.

In der somalischen Flüchtlingsgemeinschaft werden viele Geschichten und Anekdoten erzählt, und so erreichte Fadumo die Nachricht von einer verlorenen Tochter, die nach Deutschland gegangen war, dann Flüchtling in England wurde und ihren Mann bei einer Operation verlor.

“Ich weinte vor Freude ... ich kann nicht beschreiben, wie ich mich fühlte.”

Fadumo erinnert sich an den ersten Telefonanruf und wie erstaunt und überwältigt sie war, dass ihre Tochter noch lebte. Die Tochter flog nach Syrien und war geschockt, wie gebrechlich ihr einst so vitaler Vater nach dem Schlaganfall geworden war.

Kurz darauf begann Fatima, die mittlerweile die britische Staatsangehörigkeit hatte, sich für die Einreiseerlaubnis für ihre Eltern zu bemühen. Acht Jahre später wird es nun so weit sein: die Familienzusammenführung ist erteilt worden und Fatima und Ali haben ihr Erspartes in Flugtickets nach Rumänien angelegt, um die Eltern und Großeltern so lange zu betreuen.

“Ich bin so froh, dass ich zu meiner Tochter komme”, sagt Fadumo lächelnd und fügt mit einem lustigen Blitzen in den Augen hinzu: “Ich habe sie so lange nicht gesehen und freue mich bei ihr, meinem Enkel und all seinen Kindern zu sein.“

Der 24-jährige Enkel Ali lächelt, denn er ist weder verheiratet noch hat er schon Kinder. Ali arbeitet in seinem kleinen IT-Unternehmen und ist jetzt aus der Wohnung seiner Mutter ausgezogen, um für die Großeltern Platz zu machen. Fatima hat die Wohnung für die alten Leute hergerichtet. Sie arbeitet als Krankenpflegerin und kennt sich mit diesen Problemen gut aus. Das alles seien kleine Opfer, sagen Ali und Fatima, wenn die Familie dagegen nach jahrelanger Trennung wieder beisammen wäre.

“Ich will nur in Frieden leben.”

Auf dem Weg zu ihrem Mann, der im Männertrakt des Transitzentrums untergebracht wurde, erzählt Fadumo, dass sie sich auf ihr Leben in einem letzten Land freut. “Ich bin nach Syrien gegangen und dachte, dort sei Frieden. Aber dann begann der Krieg." Zwinkernd fügt sie hinzu: "Ich hoffe in London wird es keinen Krieg geben.”