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Syrien: Hilfe erreicht Menschen in Aleppo

Der brutale Kampf um Aleppo, die zweitgrößte Stadt Syriens, ist seit letztem Monat zu Ende. Die Hilfsorganisationen bringen nun den 1,5 Millionen Menschen, die momentan in der Stadt leben, die notwendigen Hilfsgüter, damit sie den Winter in den Ruinen überstehen.

Im Osten Aleppos tragen zwei Kinder eine warme Mahlzeit aus einer Gemeinschaftsküche nach Hause.

Im Osten Aleppos tragen zwei Kinder eine warme Mahlzeit aus einer Gemeinschaftsküche nach Hause. Foto: UNHCR/B.Diab

“Aleppos Seele ist immer noch da und es gibt Optimismus und Hoffnung,” sagt UNHCR-Repräsentant Sajjad Malik nach seinem Besuch in der zweitgrößten Stadt Syriens. “Wir müssen den Menschen im Osten Aleppos helfen, damit sie beginnen können, ihr Leben wieder aufzubauen.”

Der Kampf um Aleppo dauerte über vier Jahre. Als regierungsnahe Truppen versuchten, die Stadt wieder unter Kontrolle zu bekommen, wurde versucht so viele Zivilisten wie möglich zu evakuieren. Nun gibt es Hoffnung auf Friedensgespräche zwischen den Kriegsparteien, die den Bürgerkrieg beenden könnten.

261.000 Menschen bislang erreicht

Etwa 400.000 Menschen sind in der Stadt aus ihren, zum Teil zerstörten, Häusern vertrieben worden. Sie leben bei Verwandten und Freunden oder sind in Ruinen oder Zeltstädten untergekommen. Etwa 100 UN-Mitarbeiter und Partnerorganisationen verteilen im Moment vor allem Baumaterial, um die Unterkünfte winterfest zu machen.

Über 261.000 Menschen haben Decken, Matratzen, Schlafsäcke, Teppiche, Winterkleidung, Familienzelte, Wasserkanister und Isoliermaterial erhalten. Doch angesichts der winterlichen Temperaturen sei noch sehr viel mehr Hilfe nötig, so Malik.

Hilfe für Einwohner Aleppos

Ein kleiner Teil der Stadt kann noch immer nicht erreicht werden, weil Minen und Blindgänger noch nicht geräumt werden konnten. Doch seit etwa einem Monat ist die Wasserversorgung für 1,1 Millionen Menschen durch Wassertanks und die Reparatur von Wasserleitungen wieder gesichert. Sanitäre Anlagen müssen bereitgestellt werden.

Sieben mobile Kliniken und 12 medizinische Teams stehen für die medizinische Versorgung der Menschen zur Verfügung. 70 Tonnen Medikamente wurden bereitgestellt. Etwa 10.500 Kinder konnten bislang gegen Polio geimpft werden.

Lebensmittel für etwa 120.000 Menschen für einen Monat erreichten die Stadt. In Sammelunterkünften wurden Gemeindeküchen eingerichtet. Dort können über 20.000 Mahlzeiten sowie 40.000 Brote am Tag verteilt werden.

Trümmer werden beseitigt

In der Zwischenzeit wird damit begonnen, die Trümmer zu räumen. In Workshops werden Zivilisten angelernt, um die Infrastruktur in der Stadt wieder aufzubauen. Bald werden auch schwere Maschinen und Ingenieure gebraucht. Für die Kinder werden vorgefertigte Schulräume aufgestellt und Schulmaterial bereitgestellt, damit der Schulunterricht so bald wie möglich beginnen kann.

Malik betont, dass der Kampf in Aleppo zwar beendet, die humanitäre Lage im ganzen Land jedoch noch immer sehr bedenklich sei. Der Konflikt habe nicht nur 4,86 Million Syrer zur Flucht in die Nachbarländer getrieben, 13,5 Millionen Menschen im Land wären auf humanitäre Hilfe angewiesen und es gäbe 6,3 Millionen Binnenvertriebene. 

UN-Organisationen und Partnerorganisationen haben für das Jahr 2017 über 4,69 Milliarden US-Dollar für die humanitäre Hilfe veranschlagt.

“Wir müssen in den Optimismus und die Hoffnung der Syrer investieren — wir müssen dem Frieden eine Chance geben,” so Malik. “In den letzten Tagen haben wir gesehen, welchen Unterschied unsere Arbeit macht, wenn zum Beispiel die Hauptstraßen geräumt werden. Die Menschen kommen zurück und fangen an sich zu fragen, ‘Wie bauen wir unser Leben wieder auf?’”

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