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Syrien: Kein Geld für lebensrettende Medikamente

Hamed verließ Syrien nicht, weil er Angst vor Bomben und Granaten hatte, sondern, weil er um das Leben seiner Kinder fürchtet, denn sie brauchen regelmäßig medizinische Hilfe. Nun werden die Kosten für die medizinische Behandlung im Exil zu teuer und wieder muss der Vater mitansehen, wie seine Kinder leiden.

Der syrische Flüchtling Hamed mit seinen beiden Kindern Bara´a und Ahmed.

Hamed mit seinen beiden Kindern Bara´a und Ahmed. Foto: UNHCR/A.Sakkab

Hameds Kinder, Ahmad und Bara’a, leiden unter Thalassämie, einer Erkrankung der roten Blutkörperchen. Beide sind auf regelmäßige Bluttransfusionen und Medikamente angewiesen.  Hamed erzählt: “Wegen dem Krieg wurde es immer schwieriger ein Krankenhaus zu erreichen, um die Behandlung, die Medikamente und das Blut für meine Kinder zu bekommen. Wir mussten Syrien verlassen.”

Als sie 2013 in Jordanien ankamen, konnte der 47-jährige Ingenieur Hamed die medizinische Hilfe für seinen Sohn und seine Tochter relativ günstig bekommen. Sie erhielten Lebensmittelkarten vom Welternährungsprogramm (WFP) und etwa 218 US-Dollar pro Monat von UNHCR. Das reichte den dreien, um über die Runden zu kommen.

In diesem Jahr änderten sich jedoch die Bestimmungen für die öffentliche Gesundheitsversorgung, so dass die medizinische Hilfe für syrische Flüchtlinge in Jordanien nicht mehr kostenlos ist. Medizinische Behandlungen sind nun doppelt bis fünfmal so teuer wie vorher. In Jordanien leben 80 Prozent der Flüchtlinge in städtischen Regionen unterhalb der Armutsgrenze. Sie haben weniger als 3 US-Dollar am Tag zum Leben. Medizinische Hilfe ist für sie nun unerschwinglich geworden.

Wenn Ahmad und Bara’a ihre Krankheit nicht behandeln können, heißt das für sie, eine mögliche Anämie, Probleme der Organe bis zu Herzversagen. Die Kosten für ihre Medikamente sind von rund 5 US-Dollar im Monat auf unglaubliche 3.950 US-Dollar gestiegen.

“Ich sehe, wie meine Kinder vor meinen Augen immer kränker werden.“

“Die Kosten sind zu hoch – ich kann das nicht bezahlen”, erklärt Hamed. “Natürlich bin ich verzweifelt, denn ich kann ihnen die Medikamente, die sie brauchen nicht besorgen. Das Leben ist für mich sehr schwer geworden -  sein Geschmack ist bitter geworden.”

UNHCR hilft der Flüchtlingsfamilie und übernimmt die Kosten für die monatlichen Bluttransfusionen. Doch für die Medikamente hat Hamed noch keine Lösung, so dass die Kinder mit den Nebenwirkungen der Transfusionen leben müssen: Müdigkeit, Osteoporose, Schädigung von Organen, bis hin zum Tod. Trotz der Panik, die ihn immer wieder überkommt, versteht Hamed die Entscheidung der jordanischen Regierung. Das Land ist mit der Aufnahme von mehr als 650.000 Flüchtlingen aus Syrien stark belastet.

“Die Aufnahme der syrischen Flüchtlinge von Jordanien wurde überall begrüßt”, so UNHCR-Repräsentant in Jordanien, Stefano Severe. Die internationalen Geberländer müssten darum Gastländer wie Jordanien und Libanon unterstützen, damit Flüchtlinge weiterhin Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung hätten.

Für viele syrische Flüchtlinge, wie Ahmad und Bara’a, steht viel auf dem Spiel: “Dies ist mein Leben”, sagt Ahmad. “Wenn es keine Medikamente gibt, ist mein Leben zu Ende.”
 

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