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Syrien... und immer wieder Syrien

Es ist die größte Flüchtlingskrise der letzten Zeit. Ein Ende scheint nicht in Sicht. Doch es gibt etwas, das wir tun können.

Bild der Zerstörung in Homs, Syrien
Lesedauer: 5 Minuten
Autorin: Svenja von Reuss

Syrien… und immer wieder Syrien.

Ein Superlativ jagt den nächsten – es ist die größte Flüchtlingskrise der letzten Zeit, des letzten Jahrzehnts, in diesem Jahrtausend.

Mehr als 12 Millionen Syrer mussten fliehen, rund 5,6 Millionen davon in ein anderes Land, hunderttausende haben ihr Leben verloren.

Neun Jahre Krieg: eine ganze Generation kennt nichts außer einem Leben inmitten von Gewalt und Zerstörung.

Menschen aus Syrien machen die größte Gruppe von Flüchtlingen weltweit aus. Das Thema ist, natürlich, auch bei unserer täglichen Arbeit dauerhaft präsent. Der UNHCR und Partner leisten dringend notwendige Nothilfe vor Ort, die dramatisch unterfinanziert ist.

Doch in Deutschland stoßen wir mit dem Thema inzwischen meist auf Frust, taube Ohren oder sogar blanken Hass:

Wir wissen, dass wir den Konflikt nicht beenden können, und auch uns frustriert das, angesichts des Leids von Millionen Menschen.

Aber wir können und MÜSSEN helfen, so gut es eben geht und dafür setzen wir uns jeden Tag ein.

Denn wir dürfen die Menschen nicht vergessen, denen durch den Krieg alles genommen wurde - Heimat, Träume, Ziele, Mütter, Väter, Schwestern, Brüder, Freunde, Geliebte.

#Saytheirnames wurde erst vor kurzem nach dem furchtbaren Terrorakt in Hanau genutzt, um die Opfer und ihre Geschichten in den Vordergrund zu stellen und nicht den Täter oder seine Motivation.

Wir sagen: #RememberThem - um an die Menschen zu erinnern, die noch leben, deren Leben aber dem Krieg zum Opfer gefallen ist. Diejenigen, die abwägen müssen, ob der Weg zur Schule noch sicher genug ist oder ihre Kinder sich damit in Lebensgefahr begeben. Die sich darüber Gedanken machen, wie die Großmutter mit ihrer angeschlagenen Gesundheit einen weiteren Winter im notdürftig errichteten Zelt überleben soll.

Ob es eine Zukunft für sie gibt und wie diese aussieht.

Diese Gesichter und ihre Geschichten stehen stellvertretend für ganze Generationen und ein ganzes Land, denen der Krieg so viel genommen hat. Sie dürfen nicht einfach zu Zahlen werden, zu einer anonymen Masse, die Spielball politischer Schachzüge ist.

Diese Menschen dürfen nicht nur Zahlen sein, über die wir Zeitungsberichte lesen und die wir doch nicht begreifen können.

Es sind Millionen von Einzelschicksalen. Millionen von Menschen, die, genau wie wir alle, eine Idee vom Leben hatten. Nur könnte ihr Alltag nicht weiter von ihren Träumen entfernt sein. Hier lernt ihr sieben von ihnen kennen:

  • Abdulhay (9 Jahre): „Wir waren früher viel mit meinem Vater draußen spielen. Wir waren so glücklich.“ Der junge Syrer ist so alt wie der Krieg. Sein Vater wurde von Scharfschützen ermordet, als er für seine Familie auf der Suche nach Lebensmitteln war. Abdulhay war damals erst drei Jahre alt.
    UNHCR/Andrew McConnell

    Abdulhay (9 Jahre): „Wir waren früher viel mit meinem Vater draußen spielen. Wir waren so glücklich.“ Der junge Syrer ist so alt wie der Krieg. Sein Vater wurde von Scharfschützen ermordet, als er für seine Familie auf der Suche nach Lebensmitteln war. Abdulhay war damals erst drei Jahre alt.

  • Manar (25 Jahre): „Ich bin gerade mit meinem Abitur fertig geworden, als wir wegen des Krieges aus Syrien fliehen mussten. Ich wollte nichts mehr, als zu studieren, damit ich mir für mich und meine Kinder eine bessere Zukunft aufbauen kann.“
    UNHCR/Antoine Tardy

    Manar (25 Jahre): „Ich bin gerade mit meinem Abitur fertig geworden, als wir wegen des Krieges aus Syrien fliehen mussten. Ich wollte nichts mehr, als zu studieren, damit ich mir für mich und meine Kinder eine bessere Zukunft aufbauen kann.“

  • Abudlfatah (75 Jahre): Er sei zu alt, um sei Heimatdorf noch zu verlassen, meinte Abudlfatah. Doch die Kämpfe wurden immer schlimmer, Ende 2019 war er der Letzte, der noch in der kleinen Stadt lebte. Die immer näherkommenden Gewaltausbrüche ließen auch ihm am Ende keine Wahl, um sein Leben zu retten musste er über die Grenze in den Irak fliehen.
    UNHCR/Firas Al-Khateeb

    Abudlfatah (75 Jahre): Er sei zu alt, um sei Heimatdorf noch zu verlassen, meinte Abudlfatah. Doch die Kämpfe wurden immer schlimmer, Ende 2019 war er der Letzte, der noch in der kleinen Stadt lebte. Die immer näherkommenden Gewaltausbrüche ließen auch ihm am Ende keine Wahl, um sein Leben zu retten musste er über die Grenze in den Irak fliehen.

  • Namaat (11 Jahre): „Ich liebe es, zur Schule zu gehen. Ich habe das Gefühl, dass ich dadurch eine wunderbare Zukunft haben kann.“ Namaat muss morgens ihre drei kleinen Geschwister versorgen, bevor sie zur Schule geht, um ihre Eltern zu entlasten. Ihr Vater ist schwerkrank und ihre Mutter arbeitet täglich viele Stunden als Reinigungskraft, um die Familie über die Runden zu bringen. Namaats größter Traum: Pilotin zu werden.
    UNHCR/Diego Ibarra Sánchez

    Namaat (11 Jahre): „Ich liebe es, zur Schule zu gehen. Ich habe das Gefühl, dass ich dadurch eine wunderbare Zukunft haben kann.“ Namaat muss morgens ihre drei kleinen Geschwister versorgen, bevor sie zur Schule geht, um ihre Eltern zu entlasten. Ihr Vater ist schwerkrank und ihre Mutter arbeitet täglich viele Stunden als Reinigungskraft, um die Familie über die Runden zu bringen. Namaats größter Traum: Pilotin zu werden.

  • Abdullah (40 Jahre): „Wir haben nie gedacht, dass wir länger als ein paar Monate in Jordanien bleiben würden. Vielleicht haben wir uns selber angelogen, aber wir wollten so sehr, dass diese Lüge wahr ist.“ Abdullah und seine Familie kommen aus einer ländlichen Gegend in Syrien, wo der Familienvater als Elektriker gearbeitet hat. Nach Beginn des Konfliktes in Syrien 2011 ist die Familie insgesamt vier Mal innerhalb des Landes umgezogen, um der Gewalt zu entkommen. Am Ende hatten sie keine andere Wahl, als 2014 in Jordanien Schutz zu suchen.
    UNHCR/Lilly Carlisle

    Abdullah (40 Jahre): „Wir haben nie gedacht, dass wir länger als ein paar Monate in Jordanien bleiben würden. Vielleicht haben wir uns selber angelogen, aber wir wollten so sehr, dass diese Lüge wahr ist.“ Abdullah und seine Familie kommen aus einer ländlichen Gegend in Syrien, wo der Familienvater als Elektriker gearbeitet hat. Nach Beginn des Konfliktes in Syrien 2011 ist die Familie insgesamt vier Mal innerhalb des Landes umgezogen, um der Gewalt zu entkommen. Am Ende hatten sie keine andere Wahl, als 2014 in Jordanien Schutz zu suchen.

  • Ghazaleh (89 Jahre): „Ich habe in meinem Leben schon viel durchgestanden, aber ich habe nie etwas Vergleichbares erlebt.“
    UNHCR/Hameed Maarouf

    Ghazaleh (89 Jahre): „Ich habe in meinem Leben schon viel durchgestanden, aber ich habe nie etwas Vergleichbares erlebt.“

  • Odai (23 Jahre): Als Odai aus Syrien fliehen musste, um nicht beim Militär eingezogen zu werden, war er gerade 18 Jahre und Die erste Zeit in Jordanien war schwer, denn der junge Mann war alleine und ganz auf sich selbst gestellt. Er musste hart arbeiten, um seinen Schulabschluss in Jordanien nachholen zu können. Inzwischen studiert er dank eines Stipendiums Maschinenbau. „Das ist großartig, aber ich weiß nicht, was danach kommen soll. Jetzt konzentriere ich mich auf mein Studium, aber was passiert, wenn ich fertig bin? Ich weiß es nicht. Es ist schwer für einen syrischen Flüchtling in Jordanien Arbeit zu finden.“
    UNHCR/Antoine Tardy

    Odai (23 Jahre): Als Odai aus Syrien fliehen musste, um nicht beim Militär eingezogen zu werden, war er gerade 18 Jahre und Die erste Zeit in Jordanien war schwer, denn der junge Mann war alleine und ganz auf sich selbst gestellt. Er musste hart arbeiten, um seinen Schulabschluss in Jordanien nachholen zu können. Inzwischen studiert er dank eines Stipendiums Maschinenbau. „Das ist großartig, aber ich weiß nicht, was danach kommen soll. Jetzt konzentriere ich mich auf mein Studium, aber was passiert, wenn ich fertig bin? Ich weiß es nicht. Es ist schwer für einen syrischen Flüchtling in Jordanien Arbeit zu finden.“

 

 

 

 

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