Helfen, wo es am Nötigsten ist

Weltweit sind Flüchtlinge dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie mit Ihrer regelmäßigen Spende!

Starten Sie Ihre eigene Spendenaktion

Gemeinsam ist man stärker. Das gilt auch beim Spenden. Engagieren Sie sich aktiv für Flüchtlinge und starten Sie Ihre eigene Spendenaktion!

Aktion starten

Teilen

Syrien: Dramatische Verschlechterung der humanitären LageSyrien: Ost-Ghouta - ein Leben in AngstSyrien: Mohammad - so alt wie der Krieg
Update

Syrien: Zivilisten fliehen aus Ost-Ghouta

Tausende Zivilisten – Männer, Frauen und Kinder - versuchen die umkämpften Gebiete in und um Ost-Ghouta zu verlassen. Die Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Portrait von Ali, der es mit seiner Frau und den Enkeln in Sicherheit geschafft hat.

Ali hat es mit seiner Frau und den Enkeln in Sicherheit geschafft. Foto: UNHCR

“Selbst mit meinem gebrochenen Bein haben wir es rausgeschafft”, berichtet der 75-jährige Ali Touma, dessen Bein nur von Metallplatten zusammengehalten wird. “Ich habe meine Krücken benutzt um laufen zu können”, fügt Ali hinzu, als er von der Flucht mit seiner Frau und den Enkeln aus Ost-Ghouta erzählt.

Ali ist unter den mehr als 45.000 Frauen, Männern und Kindern, die bislang aus Ost-Ghouta in Syrien geflohen sind. UNHCR-Teams stehen an Kreuzungen und in vorläufigen Sammelpunkten bereit. Die ankommenden Menschen sind erschöpft, manchmal krank, hungrig und durstig und haben meist nur wenige Dinge bei sich, die sie retten konnten.

Unterkünfte sind überfüllt
Die Geflüchteten sind in Sammelunterkünften, Schulen und öffentlichen Gebäuden in und um die syrische Hauptstadt Damaskus herum untergekommen. Manche schlafen auf den Schulhöfen und nehmen Decken, um sich tagsüber vor der Sonne zu schützen und ein wenig Privatsphäre zu haben.

“Alle Unterkünfte sind völlig überfüllt und es fehlen Sanitäranlagen. Die Menschen stehen stundenlang Schlange, um die Toiletten benutzen zu können und meist gibt es kein Licht”, berichtet UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic. UNHCR und Partnerorganisationen arbeiten rund um die Uhr, um die Menschen mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Bislang hat UNHCR 180.000 Hilfsgüter, wie Decken, Matratzen, Solarlampen oder warme Kleidung verteilt.

Die meisten der Einwohner von Ost-Ghouta sind seit fünf Jahren von den Kämpfen eingeschlossen gewesen. Sie sind psychisch und physisch am Ende. Ali ist noch immer voller Staub von den Zerstörungen in seiner Stadt, als er berichtet, wie seine Frau bei der Ankunft in der Unterkunft zusammenbrach und in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Ärzte stellten fest, dass sie einen Schlaganfall erlitten hatte.

“Das ist nur wegen der schrecklichen Not, die wir seit Jahren durchlebten … und jetzt wissen wir nicht, wie lange wir hier bleiben werden – ein Tag, zwei Tage, eine Woche. Niemand weiß es”, seufzt Ali.

13,5 Millionen Menschen brauchen humanitäre Hilfe
Seit Beginn des Krieges in Syrien vor sieben Jahren sind 5,4 Millionen Menschen aus dem Land geflohen. Im Landesinnern sind 13,5 Millionen Syrer auf humanitäre Hilfe angewiesen. UNHCR appelliert an die Konfliktparteien, internationales humanitäres Recht zu wahren und die Menschen in Ost-Ghouta und diejenigen, die fliehen, zu schützen.

Mohamad floh aus Saqba und erzählt von seiner Angst, die sichere Zone nicht zu erreichen: “Wir liefen mit zwei kleinen Jungen mehr als eine Stunde. Wir hatten alle Angst, weil die Kämpfe weitergingen … alles was ich will, ist eine Zukunft für diese Kinder.“