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Uganda: Reisanbau bringt Flüchtlinge und Einheimische zusammen

In Uganda bekommen viele Flüchtlinge die Möglichkeit sich selbst zu versorgen. Eine von ihnen ist Queen, die hier lernte Reis anzubauen. Sie hat damit Erfolg und versorgt nun neben ihrer Familie auch 19 Flüchtlingskinder.

Uganda Reisanbau

Queen Chandia blickt über das Feld. Dann beugt sie sich herunter und inspiziert einzelne Reispflanzen, die aus dem Boden kommen. „Der Reisanbau lohnt sich für mich im Moment“, sagt Queen. Sie floh als junges Mädchen aus dem Südsudan. Jetzt ist sie 34 und wohnt mit ihren drei Kindern noch immer in Uganda. „Das andere Gemüse baue ich an, um unser Essen zu ergänzen, das wir bekommen. Aber der Reis ist für mich die Einkommensquelle.“

Vor dem Reis baute Queen vor allem Mais, Sorghum und Erdnüsse auf dem Stück Land an, dass sie in Uganda bekam. Mehr als eine Million Flüchtlinge aus dem Südsudan leben heute in der Region im Norden Ugandas. Queens Familie wuchs mit jeder Flüchtlingswelle aus dem Südsudan: die junge Frau nahm im Laufe der Zeit 19 Flüchtlingskinder auf, die Waisen sind oder ihre Angehörigen auf der Flucht verloren haben.

“Gott hat gesehen, dass ich ein Mutterherz habe, darum hat er wohl all diese Kinder zu mir geschickt.”

Queen bezahlt nicht nur die Schulgebühren für alle Kinder, sondern auch die Kosten für den Arzt und wacht darüber, dass alle zu Essen und etwas zum Anziehen haben. Sie bekommt zwar noch Nahrungsmittelhilfe, baut dazu aber selber Gemüse an. Vor vier Jahren nahm Queen an einer Fortbildung teil und lernte Reis zu pflanzen. Seither weiß sie genau, wie man das Feld vorbereiten muss und die Reispflanzen in geraden Linien pflanzt, um das Jäten und Ernten zu erleichtern.

Von Samuel, einem ugandischen Farmer, bekam Queen zusätzliches Land. Samuel erklärt, dass dies für ihn normal sei, da er selbst einmal Flüchtling im Südsudan war.

„Wir teilen alles mit den Flüchtlingen. Wir werden sie nicht zurückweisen, sie sind unsere Brüder. Ich gebe den Flüchtlingen Land, weil sie hier in Uganda keines haben.“

“Jetzt wissen wir, wie man sät, jätet, erntet und den Reis aufbewahrt, so dass er sehr gut trocknet“, erklärt Samuel. “Durch die Flüchtlinge wurde uns das beigebracht, zusammen mit ihnen, darum arbeiten wir jetzt mit ihnen.”

Jedes Wochenende arbeitet Queen und die Kinder auf der Farm von Samuel und kümmert sich um ihr Reisfeld. Viele seiner Nachbarn haben den Flüchtlingen ebenfalls Land gegeben. Queen erklärt die Zusammenarbeit so: „Wenn man von der Grenze absieht, sind wir doch die gleichen Menschen.“

Durch das zusätzliche Einkommen, konnte Queen auch Vieh anschaffen: sie hat Schweine, Ziegen und Schafe und will von den nächsten Erträgen eine Kuh kaufen. Für die Kinder hat sie ein Haus gebaut und alle können in die Schule gehen.“Wenn ich meinen Reis so gesund und gut sehe, werde ich sehr glücklich”, erzählt die junge Frau und fügt hinzu, dass sie hofft, dass ihre Kinder all das, was sie von ihr über den Anbau gelernt haben, weitergeben werden.

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