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News

Ukraine: Täglicher Überlebenskampf im Konfliktgebiet

Im Osten der Ukraine leben mehr als 600.000 Menschen in der Nähe der Front. Bombenangriffe und Landminen bestimmen ihr Leben und machen es schwierig, jeden Tag Lebensmittel oder Medikamente zu bekommen - oder einer Arbeit nachzugehen. Unter ihnen sind auch Liuba und ihr Sohn Misha.

Misha hält einen Bombensplitter in den Händen, der ihm fast das Leben kostete.

Misha hält einen Bombensplitter in den Händen, der ihm fast das Leben kostete. Foto: UNHCR/A.Vlasova

Es war ein ganz normaler Morgen in Mariinka, einer kleinen Stadt, die während des Konfliktes im Osten der Ukraine zerstört worden war. Liuba und Misha machten sich gerade Frühstück. Sie waren so sehr an das Knattern der Maschinengewehre gewöhnt, dass sie sofort aufmerkten, als die Gewehre plötzlich schwiegen.

Der 10-jährige Misha rannte zum Haus seiner Großmutter, das nicht weit weg lag, als plötzlich – ohne Warnung – eine Bombe explodierte. Liuba erinnert sich: “Plötzlich sah ich ihn nicht mehr. Aber ich hörte den Lärm und jemanden schreien ‘Mama’.”

Zuerst sah sie, dass von seinem Kopf Blut tropfte, wo die Bombensplitter eingedrungen waren. Das nächste Krankenhaus war 30 Kilometer entfernt und die Kämpfe in Mariinka nahmen zu. Liuba wußte, dass sie nicht auf einen Krankenwagen hoffen konnte. Misha überlebte, weil ein Verwandter sie fuhr.

Liuba ängstigt sich noch immer, wenn sie Gewehrsalven hört, doch vor der Stille hat sie noch mehr Angst.

Früher liefen sie morgens einen Pfad entlang, um zum Schulbus zu kommen. Jetzt besteht der Pfad nur noch aus Matsch und Liuba schiebt ihren Sohn auf dem Rad entlang der Schützengräben, so dass er einigermaßen sauber in die Schule kommt.

Liuba lebt mit dem Trauma, dass ihr Sohn gerade so dem Tod entgangen ist. Seit dem Vorfall ist ihr Haus viermal bombardiert worden. “Als es passiert ist, habe ich mir gewünscht, es wäre mir passiert und nicht ihm”, sagt Liuba und schließt die Augen. “Es hat ihn so schnell erwachsen werden lassen.”

Hilfe vor Ort

UNHCR arbeitet mit lokalen Partnern zusammen, um Gemeinschaftsunterkünfte für die Vertriebenen auf- und auszubauen und verteilt Hilfsgüter wie Decken, warme Kleidung, Küchen- und Hygienesets, Lebensmittel und unterstützt besonders schutzbedürftige Vertriebene, wie zum Beispiel Familien mit drei oder mehr Kleinkindern, Alleinerziehende oder Menschen mit Behinderung, mit finanziellen Beihilfen.

Micha träumt davon, wegzuziehen.

“Ich lebe hier nicht gern, weil es Schießereien gibt und ich keine Freunde habe”, erzählt Micha. “Ich bin der einzige Junge in der Straße. Das Schlimmste ist, wenn das Haus getroffen wird und es wackelt.”

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