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Presse

UNO-Flüchtlingshilfe: Schulaktion in Nordrhein-Westfalen und Berlin

Bonn, 8. Juni 2018: Seit 2001 wird jedes Jahr am 20. Juni der Weltflüchtlingstag begangen, bei dem Solidarität mit geflüchteten Menschen gezeigt und auf deren Notlage aufmerksam gemacht wird. Der kommende Weltflüchtlingstag steht auch im Mittelpunkt der neuen Schulaktion, die die UNO-Flüchtlingshilfe zusammen mit der Ministerin für Schule und Bildung, Yvonne Gebauer (Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen), und der Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Sandra Scheeres (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin), ins Leben gerufen hat.

Alle Schulen in Nordrhein-Westfalen und Berlin sind dazu eingeladen, die Themen Flucht, Fluchtursachen und -schicksale im Unterricht zu besprechen. Bereits in den letzten Jahren sind viele engagierte Schulen bei der Integration von Flüchtlingskindern in den Unterricht aktiv geworden.

Mit dem gemeinsamen Anstoß wird der Blick auf die mehr als 65 Millionen Flüchtlinge weltweit gerichtet, von denen die Hälfte Kinder sind. Hinter den anonymen Zahlen verbergen sich individuelle Schicksale zahlloser Menschen, die von Krieg und Vertreibung ins Elend gestürzt wurden. Im Rahmen der Schulaktion werden persönliche Fluchtgeschichten erzählt und damit anschaulich und nachfühlbar gemacht. Zum Beispiel von Kindern, die in Flüchtlingslagern unterrichtet werden - im Freien und nur unter dem Schutz von Bäumen, weil für ein Schulgebäude das Geld fehlt.

"Bildung gibt Flüchtlingskindern Perspektiven, Stabilität und einen sicheren Ort, wo sie vor Kinderarbeit, Ausbeutung und sexuellem Missbrauch geschützt sind. Auch darauf wollen wir mit unserer Schulkampagne hinweisen", sagt Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.

Auf der Seite www.uno-fluechtlingshilfe.de/schulen werden viele Materialien mit didaktischen Impulsen, Arbeitsblättern und Kopiervorlagen zum Download angeboten. Dort finden sich Hintergrundinformationen für den Unterricht zu den Themen Flucht und Asyl, Grundbedürfnisse und kulturelle Vielfalt sowie Zahlen und Statistiken. Zusätzlich werden Anregungen gegeben, wie Schülerinnen und Schüler die Arbeit des UNHCR mit tollen Aktionen, wie Spendenläufe, Podiumsdiskussionen oder Kuchenverkäufen bei Schulfesten, unterstützen können.

Pressekontakt:
Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
[email protected]