Projektreise mit Benno Fürmann

Reisevorbreitungen - Fragen an Benno Fürmann

Benno Fürmann am Frankfurter Flughafen kurz vor dem Abflug. (Foto: UNO-Flüchtlingshilfe)

Warum machen Sie die Reise?

Ich hoffe, dass wir es durch unsere Anwesenheit, durch die Berichterstattung, schaffen, Aufmerksamkeit für den Südsudan und die massiven Probleme dort unten zu generieren. Und Leute zum Spenden zu motivieren. Es fehlt an allem. An Wasser, Nahrung und medizinischer Hilfe. Das muss gewährleistet werden – aber noch sind wir davon weit entfernt. Die Welt schaut nicht mehr hin, aber für viele ist nichts besser geworden. Kinder sterben, viele haben noch nie ein Haus von innen gesehen, kennen nur die Flucht und eine Zeltplane. Diese Menschen mit dem Nötigsten versorgen zu können, das ist das Ziel.

Was erwarten Sie von der Reise?

Ich erwarte eine spannende Zeit, die wahrscheinlich geprägt sein wird von Menschen, die unter haarsträubenden Bedingungen ihr Leben meistern. Ich bin oft von menschlicher Größe beeindruckt, von Menschen die ihren Kopf hochhalten – gegen alle Umstände. Das ist auch gleichzeitig meine Angst - erschlagen zu werden von dem Ausmaß der Katastrophe, vom Leid der geballten Härte... Ich bin viel gereist, habe viel Armut gesehen, aber ein Flüchtlingslager habe ich noch nie betreten. Ich bin äußerst gespannt.

Wie haben Sie sich vorbereitet?

Ich habe mich so gut ich konnte über den Zustand in diesem jungen Land, gerade mal zwei Jahre ist es alt, informiert. So jung und schon so arm. Ein steiniger Weg in die Unabhängigkeit war es und man kann nur hoffen, dass z. B. die Abmachungen über den Öltransport mit dem Sudan von Dauer sind und Stabilität gewähren. Das wenigstens an diesem Brandherd Ruhe einkehrt.

Gibt es etwas, das Ihnen Sorgen bereitet?

Ich habe Angst vor Malaria. Ich habe Länder mit krassem Malaria-Risiko immer gemieden und dieses Risiko bei dieser Reise ist der saure Apfel in den ich beiße... Ich habe für mich persönlich alle medizinischen Vorbereitungen getroffen - jetzt kann ich nur noch versuchen, mich so gut es geht zu schützen.

Projektreise in den Südsudan

Infos zur Reise finden Sie hier