In blaue Gewänder gehüllte Frauen am achten Weltfrauentag

8. März: Weltfrauentag

Flüchtlingsfrauen und -mädchen eine Zukunft geben

Stellen Sie sich vor, Ihre Mutter, Schwester oder Tochter wird aus dem Haus getrieben, muss vor Gewalt und Vertreibung fliehen. Wie geht es dann weiter ?

Frauen und Mädchen, die fliehen müssen, sind in Gefahr Opfer von Diskriminierung, Ausbeutung und sexueller Gewalt zu werden. Flüchtlingsfrauen und -mädchen haben nicht selten weniger Möglichkeiten und Ressourcen sich frei zu entfalten, weniger Einfluss und Macht, so dass ihre Zukunftschancen begrenzt sind. Diejenigen, die allein sind, schwanger, älter oder eine Behinderung haben, stehen oftmals vor noch größeren Schwierigkeiten, zurechtzukommen.

Jede Frau hat das Recht sich sicher und zuversichtlich zu fühlen

Am Weltfrauentag am 8. März wollen wir auf die vielen Frauen und Mädchen aufmerksam machen, die vor Krieg und Gewalt fliehen müssen, alles verlieren und ihr Leben wieder neu beginnen müssen.
Dank Ihrer Hilfe, können wir diesen Flüchtlingsfrauen und -mädchen helfen, Hindernisse zu überwinden und sich selbst und ihren Familien und Gemeinschaften eine neue Zukunft aufzubauen.

 

Diese drei Frauen zeigen, wie sie ihre Zukunft in die Hand nehmen:

Eine junge Frau mit Kopftuch schlägt gegen einen pinken Boxsack.

Kampf gegen sexuelle Gewalt

In Jordanien stärken junge Flüchtlingsfrauen in Selbstverteidigungskursen nicht nur ihr Selbstbewusstsein. Sie erhalten außerdem das Rüstzeug, um sich gegen Anfeindungen und Gewalt zu wehren. Aisha ist eine der jungen Flüchtlingsfrauen, die an diesem Programm gegen Gewalt gegen Frauen mitmachen. Weitere Aspekte sind Berufsausbildungen und die Schaffung sicherer Räume für Frauen.

"Das wird mir helfen, denn ich lerne, wie ich mich verteidigen kann, wenn ich auf der Straße belästigt werde.“

Eine Frau sitzt im Flüchtlingslager Nyarugusu in Tansania in einem bewachsenen Feld

Schutz von Frauen und Umwelt

Im Flüchtlingslager Nyarugusu in Tansania müssen Frauen und Mädchen jeden Tag bis zu 10 Kilometer laufen, um Feuerholz zu holen. In der Vergangenheit riskierten sie außerhalb des Flüchtlingslagers überfallen und vergewaltigt zu werden. Der UNHCR hat eine Initiative ins Leben gerufen, die sich um die Aufforstung von Obstbäumen und Bäumen für Feuer- und Bauholz in der Region kümmert. Flüchtlingsfrauen profitieren zweifach: um Holz zu sammeln, müssen keine weiten Strecken mehr zurückgelegt werden und Frauen bekommen Arbeit in der Baumschule.

Kashindi Eli musste aus der Demokratischen Republik Kongo flüchten. Nun arbeitet sie in der Baumschule, gießt die jungen Pflanzen, rupft Unkraut und verdient 15 US-Dollar.

"Weil es weniger Bäume gibt, ist es jetzt viel windiger. Die Baumschule ist also ein wichtiges Projekt."

Eine junge Frau näht ein Kleid an einer Nähmaschine

Ausbildung und Selbstständigkeit

In einem Ausbildungszentrum im Flüchtlingslager Mahama in Ruanda machen Flüchtlingsfrauen wie Sandrine eine Ausbildung. Die Möglichkeit zu arbeiten ist die effektivste Art, um es Menschen zu ermöglichen ihr Leben neu aufzubauen. Sandrine mache eine Ausbildung als Schneiderin - auf dem Lehrplan: Kleider, Hemden und Shorts.

“Wenn ich eines Tages nach Burundi zurückkehre, werde ich Schneiderin sein und auch anderen Frauen und Mädchen beibringen, wie man näht”, sagt sie stolz.