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"La Linea"

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Der Traum vom besseren Leben

Miguel und Elena wachsen bei ihrer Großmutter in Mexiko auf. Ihr größter Wunsch ist, ihren Eltern zu folgen, die Jahre zuvor in die USA ausgewandert sind.

Von den Gefahren, die auf Migranten auf dem Weg nach Norden warten, ahnen die beiden. Doch nichts kann sie aufhalten. Miguel ist sich sicher, dass nur in den USA das Leben lebenswert ist. Elena ist von der Sehnsucht nach den Eltern getrieben.

So durchqueren die beiden auf dem Weg nach Norden das ganze Land. Ihr Ziel ist La Linea – wie die amerikanisch-mexikanische Grenze auch genannt wird.

Wie viele Migranten, versuchen Miguel und Elena einen großen Teil der Strecke mit dem Zug zurückzulegen. Ein gefährliches Unterfangen: nicht nur die Fahrt auf einem Güterwagon ist riskant, auf der Strecke lauern gewaltbereite Gangs, die es auf die spärlichen Besitztümer der Migranten abgesehen haben, korrupte Polizisten und Soldaten.

Bis sie die Wüste vor der US-amerikanischen Grenze durchqueren, müssen sich Miguel und Elena immer wieder fragen, wem sie vertrauen können. Und ihnen wird immer klarer, dass sie schon der kleinste Fehler das Leben kosten kann.

Fazit:
Ein spannender Roman, der die aktuelle Situation entlang der Flucht- und Migrationsrouten in Mexiko sehr gut darstellt. In Zeiten, in denen eine Mauer zwischen den USA und Mexiko gebaut wird und in einem Industrieland wie den USA jeden Tag Menschenrechtsverletzungen begangen werden, bietet La Linea einen guten Einstieg in die Auseinandersetzungen mit aktuellen politischen Themen. Die Beweggründe der beiden Jugendlichen werden gut und eindrücklich beschrieben, so dass die Leserinnen und Leser sich ohne Schwierigkeiten in die Hauptfiguren einfühlen können.

Für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren.

La Linea
Klett, 2012
Autor: Ann Jaramillo
Übersetzung: Anja Malich
ISBN 978-3-12-666941-1
EUR 7,99

La Linea ist im Klett-Verlag auch auf Englisch und Spanisch jeweils mit Teachers Guide erschienen.