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"Davor und Danach"

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Überleben ist nicht genug

Es ist das Jahr 2049.  - Die Wasservorräte der Erde gehen aufgrund der Klimaerwärmung zur Neige und immer mehr Menschen müssen sich die begrenzten Ressourcen teilen. Vom Süden aus machen sie sich auf den Weg in den Norden, wo die Menschen noch einigermaßen gut leben können. Doch diese '"reiche" Welt schottet sich mit allen Mitteln gegen die Eindringlinge ab. In dieser unwirtlichen Welt kämpft die 14-jährige Mhairi um ihr Überleben.

„Davor und Danach“ ist eine Dystopie, d.h. eine Geschichte, die mit Hilfe einer pessimistischen Zukunftsbeschreibung auf bedenkliche gesellschaftliche Entwicklungen der Gegenwart aufmerksam macht. Wie verändern sich die Menschen, wenn die Lebensgrundlagen knapp werden? Wie verändern sich die Menschen im Norden, die noch ausreichend Ressourcen haben und die versuchen, sich gegen die Zuwanderung aus dem Süden zu wehren?

Kurz vor ihrem gewaltsamen Tod gibt die Mutter Mhairi den Satz „Du mußt überleben“ mit auf den Weg. Das Mädchen flieht allein aus dem Sudan, wo sie mit ihren Eltern sieben Jahre gelebt hat. Ihr Ziel ist eine kleine Insel vor Schottland, auf der ihre Großmutter lebt. In Rückblicken erfahren die Leser, was dem Mädchen auf der traumatischen Flucht widerfährt.

Auf ihrem Weg ist Mhairi auf sich allein gestellt. Zwar begegnen dem Mädchen viele Menschen, die wie sie fliehen, doch das Misstrauen anderen gegenüber ist allgegenwärtig - die ständige Angst ist bedrückend – für Mhairi zählt nur der Wille selbst zu überleben. Es ist auf dem gesamten Weg ihr einziges Ziel. Um es zu erreichen, trifft sie zielsicher ihre Entscheidungen – auch wenn es zum Nachteil anderer ist.

Kurz bevor sie Schottland erreicht, trifft Mhairi einen kleinen Flüchtlingsjunge. Sie nennt ihn Mo und er wird sie auf dem weiteren Weg begleiten. Mo ist stumm und so bleibt seine Fluchtgeschichte im Dunkeln - doch wie bei Mhairi ist sein Wille zum Überleben ungebrochen.

Als die beiden schließlich die Insel der Großmutter erreichen, glaubt Mhairi sich in Sicherheit. Weil sie jedoch einen afrikanischen Jungen ohne Papiere unerlaubt ins Land gebracht hat, gerät sie mit den Gesetzen des Nordens in Konflikt. Der Sinn ihrer Flucht, ihr ganzes Weltbild gerät ins Wanken. „Ich bin am Leben geblieben, während andere starben, doch inzwischen weiß ich, dass am Leben bleiben nicht genug ist. Nicht das Einzige, was zählt.“

Fazit:
„Davor und Danach“ ist ein packend geschriebener Zukunftsroman, der wichtige Fragen aufwirft. Durch die vielen - wenn auch literarisch zugespitzten – Parallelen zur heutigen Diskussion um Klimawandel und Flüchtlingsproblematik, ist die Geschichte von Mhairi sehr aktuell. Bleibt in einer solchen Welt noch Platz für Menschlichkeit?
Packend und bis zur letzten Seite spannend geschrieben.

Für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren.

Davor und Danach
Dressler, 2019
Autorin: Nicky Singer
Übersetzung: Birgit Salzmann
ISBN 978-3-7915-0100-0
EUR 19,-

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