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"Endland"

Spannend und aktuell

Es ist ein düsteres Land, in dem die Geschichte spielt: an den Grenzen müssen Soldaten einen meterhohen Zaun bewachen und auf Flüchtlinge, die versuchen den Zaun zu überwinden, schießen. Jeder fühlt sich beobachtet und die Regierungspartei „Nationale Alternative“ hat den Bürgern im Namen der Sicherheit und Ordnung jede Freiheit geraubt.

Einer der Soldaten an der Grenze ist Anton. Er ist überzeugt, dass das Land vor gefährlichen Invasoren geschützt werden muss. Sehr zum Verdruss seines Freundes Noahs, vertraut Anton immer mehr auf die rechte Propaganda und läßt sich schließlich auf einen „Geheimauftrag“ der Partei ein.

Anton wird als Flüchtling getarnt in ein Flüchtlingslager eingeschleust, wo er einen Anschlag verüben soll. Die Erlebnisse auf seiner Flucht, traumatisieren den jungen Mann jedoch derart, dass er Zweifel bekommt.

Im Flüchtlingslager fügt sich dieser Erzählstrang mit der Geschichte Fanas zusammen, die vor Armut, Perspektivlosigkeit und vor dem Hunger aus Äthiopien geflohen ist. Fana will Ärztin werden. Ihre einzige Chance für ihre Zukunft sieht sie in Deutschland. Anton ist zwar voller Vorurteile, doch die große Hilfsbereitschaft Fanas beeindruckt ihn. Sein Weltbild, durchsetzt von Vorurteilen gegenüber Fremden, gerät ins Wanken.

Dem Autor gelingt es, die Zweifel Antons bis zu seinem Bruch mit dem System gut darzustellen. Zum Schluss findet Anton sich selber unter Flüchtlingen, die vor einem totalitären System fliehen müssen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass er sich erst in Äthiopien, dem Land das Fana aus Verzweiflung verlassen hat, in Sicherheit wiegen kann.

Was wäre, wenn eine totalitäre Partei die Macht im Land übernimmt? Bis wohin folgen die Menschen rechten Ideologien? Bis wohin würde ich selber gehen?

Wenn auch im Erzählstrang manchmal etwas plakativ, so wirft Endland besonders in der heutigen politischen Lage, in der immer mehr Parteien mit ihren rechten Parolen in die Öffentlichkeit drängen, wichtige Fragen auf.

Fazit:
„Endland“ ist flüssig geschrieben und vor allem durch die sich abwechselnden Erzählperspektiven interessant und gut zu lesen. Ein spannender politischer Krimi, der die Leser zum Nachdenken anregt und als Diskussionsgrundlage dienen kann.

ab 14 Jahren

Endland
Carl Hanser Verlag, 2017
Autor: Martin Schäuble
ISBN 978-3-446-25702-3
EUR 15,-

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