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"Grenzlandtage"

Wenn zwei Welten aufeinandertreffen

Zwei Wochen Ferien allein auf einer griechischen Insel: Jule ist sich ein wenig unsicher, ob sie die Zeit allein genießen kann. Denn ihre beste Freundin hat kurzfristig abgesagt und so steht Sie nun allein am Fähranleger mit ihrer Tasche voller Bücher, um für das Abitur zu lernen. Doch das Ferienhaus entpuppt sich als wunderhübsch und Jule beginnt ihre Freiheit zu genießen.

Dann trifft Jule auf einen geheimnisvollen Jungen, Asman, der wie sie fremd auf der Insel ist. Die beiden verbindet eine Liebe für die Musik. Langsam kommt Jule dahinter, dass der Junge nicht allein hier ist und noch mehr Menschen im Verborgenen leben.

Immer deutlicher wird, dass um die Insel herum etwas passiert sein muss, dass die Inselbewohner zu vertuschen suchen. Das Misstrauen zwischen den Eingesessenen ist deutlich spürbar. 

Jules Welt gerät immer mehr aus den Fugen. Als eine alte Verwundung, die Asman sich zugezogen hat, sich gefährlich entzündet, holt Jule Hilfe und rettet dem Jungen das Leben. Die beiden kommen sich näher, Vertrauen wächst und Jule erfährt immer mehr über Asman und das Schicksal der anderen Versteckten. Dabei trifft ein Mädchen aus privilegiertem Elternhaus auf einen Jungen, der zu früh erwachsen werden musste und mit vielen Schicksalsschlägen zurechtkommen muss. Durch kurze Rückblicke erfahren die Leser, warum Menschen wie Asman auf der Flucht sind. Die unwürdige Lage der Geflüchteten, die wie in einer Parallelwelt auf der Ferieninsel um ihr Leben fürchten, wird sehr gut dargestellt und ist beklemmend.

Jule ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Welt, der griechischen Idylle in die sie als Urlauberin kam und dem Wunsch Asman und seine Freunde zu schützen und ihnen zu helfen. In ihrer manchmal sehr naiven Weltsicht gerät Jule in Konflikt mit den ungeschriebenen Regeln des Insellebens – über Geschehenes zu schweigen.

Als es auf der kleinen Insel zu einem Mord kommt, spitzt sich die Situation zu. Schließlich entscheiden sich die Flüchtlinge die Insel zu verlassen. Jule fühlt sich zu diesem Zeitpunkt schon so sehr mit den Flüchtenden verbunden, dass sie nicht davor zurückschreckt, für sie ihr Leben zu riskieren.

Fazit:
Grenzlandtage ist eine berührende Liebesgeschichte vor dem aktuellen politischen Hintergrund der Flucht von Hunderttausenden über das Mittelmeer. Die Leser erfahren Fakten über die Flüchtlingsproblematik und können sich gleichzeitig in Einzelschicksale hineinversetzen. Bis hin zu dem sehr dramatischen Ende ist das Buch sehr spannend geschrieben, so dass man es kaum aus der Hand legen mag.

Für Leserinnen und Leser ab 15 Jahren.

Für seinen Debütroman „Sommer unter schwarzen Flügeln“ erhielt Peer Martin 2016 den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Grenzlandtage oder Das Glück der Wanderfalter
Oetinger, 2016
Autoren: Peer Martin, Antonia Michaelis
ISBN 978-3-8415-0469-2
EUR 14,40

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