10.10.2017

71 Millionen Euro für Rohingya-Hilfe benötigt

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) braucht dringend zusätzliche 71 Millionen Euro, um in den kommenden sechs Monaten die etwa 520.000 Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch mit Unterkünften und lebenswichtigen Gütern versorgen zu können.

Rohingya-Flüchtlinge kommen über die Grenze nach Bangladesch.

Hintergrund des Aufrufs ist die anhaltende Massenflucht. Allein gestern, am 9. Oktober, überquerten mehr als 11.000 Rohingya die südöstliche Grenze nach Bangladesch. Die meisten Flüchtlinge kommen aus der Region um Buthidaung, die in der Provinz Rakhine in Myanmar liegt. Die Lage ist verzweifelt. Viele Neuankömmlinge berichten von Brandschatzung und Morden in Buthidaung, andere Rohingya flüchten aus Angst vor weiterer Gewalt.

Die Flüchtlinge sind oft bis 14 Tage zu Fuß unterwegs, bis sie Bangladesch erreichen. Auf dem lebensgefährlichen Weg müssen sie Sumpfgebiete durchqueren und schwimmen durch den Grenzfluss Naf. Dabei tragen sie die wenigen Habseligkeiten, die sie auf der überstürzten Flucht mitnehmen konnten und ihre Kinder.

In Bangladesch angekommen werden die Geflüchteten von der Grenzregion in die Camps in Kutupalong und Balukhali transportiert. UNHCR-Helfer haben bereits per LKW Plastikplanen und Wasserkanister in die Lager gebracht. Gemeinsam mit Regierungsbehörden und anderen Partnern koordiniert der UNHCR die Verteilung von Hilfsgütern - vor allem Trinkwasser und Essen - und sorgt für die ärztliche Versorgung.

Damit potenzielle Neuankömmlinge adäquat unterstützt werden können, werden jetzt zusätzliche Sanitäts- und Versorgungsstationen an der Grenze eingerichtet. "Um eine angemessene und langfristige Versorgung der Flüchtlinge zu gewährleisten, fehlt dem UNHCR jedoch das Geld", so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. "Deshalb rufen wir dringend zu Spenden für die Rohingya-Hilfe unseres Partners UNHCR auf." Von den benötigten 71 Millionen Euro sind bislang lediglich 20,5 Millionen Euro angekommen.

Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch brauchen Hilfe:
Spendenkonto UNO-Flüchtlingshilfe
Sparkasse Köln-Bonn
IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50
BIC: COLSDE33Stichwort: Nothilfe Bangladesch

Spenden online unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

Pressekontakt:
Dietmar Kappe
Tel. 0228-90 90 86-41
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de