02.10.2018

Indonesien: 1,5 Millionen Menschen von Erdbeben und Tsunami betroffen

Höchste Priorität haben jetzt Notunterkünfte, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Nahrungsmitteln und medizinischer Hilfe. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ist vor Ort. In den 48 Stunden treffen in der Region UNHCR-Experten ein, um weitere Nothilfe zu organisieren.

Eine Luftaufnahme eines durch das Erdbeben verwüsteten Gebiets in Sulawesi, Foto: Hafidz Mubarak/Ritzau Scanpix

Am 28. September 2018 traf ein Erdbeben der Stärke 7,4 die Städte Palu und Donggala auf der indonesischen Insel Sulawesi. Darauf folgte eine Tsunami-Welle, die die Westküste der Insel stark verwüstete. Die Kommunikationssysteme in den betroffenen Arealen sind ausgefallen, die Infrastruktur, inklusive Straßen und Flughäfen wurden stark beschädigt. Ersten Berichten zur Folge wurden viele Gebäude, darunter Wohnhäuser, Shops, Moscheen und Hotels komplett zerstört. Die Gemeinden in Nähe des Epizentrums sind zum großen Teil von der Außenwelt abgeschnitten, weswegen weiterhin Unklarheit über die wirklichen Ausmaße der Katastrophe besteht.

Über 1,5 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen

Derzeit wird von über 1200 Toten ausgegangen. Mehr als 48.000 Menschen mussten ihr Zuhause zurücklassen und werden zurzeit in Lagern versorgt. Diese Zahlen werden vermutlich weiter steigen, da die Insel weiterhin von Nachbeben erschüttert wird.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ist bereits in enger Abstimmung mit den Regierungsbehörden vor Ort. Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten humanitäre Hilfe und versorgen die Menschen mit Notunterkünften, Nahrungsmitteln, Trinkwasser und medizinischer Hilfe. In den nächsten 48 Stunden treffen weitere Teams des UNHCR vor Ort ein. Besonders Familienzelte wurden von den indonesischen Behörden angefordert.

Wir dürfen die Menschen vor Ort nicht alleine im Nichts stehen lassen. Helfen Sie jetzt, die lebensrettende Nothilfe des UNHCR zu unterstützen.