07.11.2018

Indonesien: Große Dankbarkeit über Hilfe

Dank der großzügigen Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender haben bereits 10.000 Kinder, Frauen und Männer, die seit dem zerstörerischen Erdbeben und Tsunami Ende September unter freiem Himmel lebten, wieder ein Dach über dem Kopf.

"Das Wasser kam aus allen Richtungen"
Am Tag nach der Katastrophe hatte Bampek sich und seiner Familie ein Zelt aus alten Plastikplanen gebaut. “Manchmal, wenn es stark regnete, kam das Wasser aus allen Richtungen”, erzählt er. Jetzt sitzen seine Frau Vemy, die acht Kinder und Bampek endlich in einem trockenen Zelt.

In den vergangenen Wochen konnte UNHCR 2.054 Zelte verteilen und mit Hilfe von Partnerorganisationen in Indonesien aufbauen. Weitere Hilfsgüter, wie Plastikplanen, Schlafmatten, Moskitonetze und Solarlampen sollen in den nächsten Wochen folgen.

“Ich bin froh, dass das Zelt jetzt an allen Seiten geschlossen ist”, sagt Vemy. „Durch die Unterteilung können meine Mädchen und ich uns jetzt ungesehen umziehen.”

Die 34-jährige Titin stimmt ihr zu. Traurig erzählt sie, dass ihr Haus zerstört ist: “Dort kann ich nicht mehr leben. Aber ich danke UNHCR für das Zelt. Ich weiß nicht, wo ich leben würde, wenn ich es nicht hier in diesem Zelt.”

68.000 Häuser zerstört
Nach Angaben der indonesischen Behörden wurden durch das Erdbeben und den Tsunami 68.000 Häuser zerstört oder beschädigt, 200.000 Menschen wurden obdachlos und 2.000 Menschen kamen ums Leben. Nach dem Erdbeben fielen die Dörfer und Gemeinden an der Küste dem Tsunami zum Opfer, während im Inland Dörfer von schwarzem Schlamm verdeckt wurden, der bis zu 5 Meter hochstieg.