06.11.2015

Winterhilfe Europa: Zusätzliche Spendengelder dringend benötigt

Angesichts des nahenden Winters und den weiterhin hohen Ankünften von Flüchtlingen und Migranten in Europa, appelliert UNHCR an die Geberländer, Griechenland und die betroffenen Balkanländer zu unterstützen, um eine humanitäre Tragödie zu verhindern.

Die Flüchtlinge und Migranten sind auf ihrem Weg durch Europa Kälte und winterlichen Wetterbedingungen ausgesetzt. Foto: UNHCR/A.Zavallis

Die schwierigen Wetterbedingungen verschlimmern zusehends die Lage der tausenden Flüchtlinge und Migranten, die in Griechenland ankommen und ihren Weg über den Balkan fortsetzen. Sollten die dringend benötigten Maßnahmen nicht umgehend gesetzt werden, könnte dies den Verlust weiterer Menschenleben zur Folge haben. UNHCR rechnet mit bis zu 5.000 Neuankünfte täglich, die zwischen November 2015 und Februar 2016 aus der Türkei ankommen werden.

Winterhilfsplan

UNHCR plant in Kroatien, Griechenland, Serbien, Slowenien und der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien folgende Maßnahmen:

  • Verbesserung bereits existierender Unterkünfte und Aufnahmezentren für die Wintermonate. Außerdem werden Notquartiere wie Zelte für Familien und andere winterfeste Unterbringungseinheiten.
  • Hilfspakete mit Winterkleidung, Decken etc zum Schutz vor Wind und Wetter für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
  • Transportmöglichkeiten, wo Flüchtlinge weite Wegstrecken zu Fuß zurück legen müssen, um Aufnahme- und Registrierzentren zu erreichen.
  • Unterstützung von nationalen und regionalen Behörden, dem Roten Kreuz, NGOs und lokalen Freiwilligen-Netzwerken, um Engpässe bei der Versorgung mit warmem Essen und Trinken an wichtigen Ankunftsorten und in den Aufnahmezentren zu vermeiden.
  • Isolierung der Wasserleitungen, Pumpen, Wasserspeicher und –reservoirs, um Frost vorzubeugen sowie der Bereitstellung von adäquaten Heizstrukturen für alle Wasserversorgungspunkte.
  • Isolation von Abwasserleitungen, Klärbehälter etc. sowie Warmwasseraufbereitung für Duschen und die Bereitstellung von adäquaten Heizstrukturen z.B. für Toiletten und Duschen).

Für diese lebensrettenden Maßnahmen werden werden 96,15 Millionen US-Dollar benötigt, um eine breit gefächerte Antwort auf die Flüchtlingskrise in Europa zu geben. Die Kosten für weitere Aktivitäten werden derzeit in Koordination mit den betroffenen Staaten vorgenommen.