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Bürgerkrieg im Südsudan

Gewalt und Hunger zwingen immer mehr Menschen zur Flucht 

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Seit Ende 2013 tobt im Südsudan ein Bürgerkrieg, der fast 4 Millionen Südsudanesen aus ihrer Heimat vertrieben hat. Auf der Suche nach Schutz sind über 2 Millionen von ihnen in die Nachbarländer geflohen. Und täglich flüchten Tausende über die Grenze nach Uganda. Rund 2 Millionen Südsudanesen sind im eigenen Land auf der Flucht. 90 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. 

Nahrungsmittelknappheit bedroht Millionen Menschen

Während des Krieges haben die Bauern im Südsudan ihre Felder nicht bestellt. Nun herrscht Hunger im Land und zwingt immer mehr Menschen zur Flucht. Die akute Unterernährung ist extrem hoch.

"Der Hunger und die Kämpfe wurden immer schlimmer und es gab absolut nichts mehr zu essen,” erzählt Nyepach Benyluok, die mit 30 anderen Flüchtlingen, meist Mütter mit Kleinkindern, nach einer wochenlangen Wanderung im Lager ankam. “Wir hatten keine Wahl als hierher zu kommen.”

UNHCR rechnet mit weiteren Flüchtlingen

Nach den Jahren der Gewalt ist das Leben vieler Südsudanesen zerstört. Der brutale Konflikt hat bereits zehntausende Todesopfer gefordert und zentrale Teile des Landes vernichtet. Für viele Flüchtlinge bedeutet der Konflikt Gewalt, Missbrauch, Vertreibung und Verlust der Lebensgrundlage. Und so lange dieser Konflikt andauert, werden die Flüchtlingszahlen weiter ansteigen.

"Die Flucht war schrecklich. Die Sonne brannte und wir fanden nichts zu Essen und kein Wasser. Unser Onkel beschloss zurückzugehen, aber wir gingen weiter, weil wir zur Schule gehen wollen," erzählt der 17-Jährige Kenyi. Er ist einer von über 5.000 unbegleiteten Flüchtlingskindern, die in Uganda ankamen.

Der 45-jährige Gabriel floh mit seiner Frau und seinen Kindern aus seinem Dorf auf ein UN-Gelände in der Stadt Bor. Doch auch dort waren sie nicht in Sicherheit. Das Gelände wurde von einem bewaffneten Mob überfallen. Dabei wurde Gabriels Frau getötet. Seitdem ist er allein erziehender Vater von fünf Kindern und macht sich große Sorgen um deren Zukunft. Eine geplante Umsiedlung in ein Lager in Uganda ist seine letzte Hoffnung.

In Südsudan, Uganda, Äthiopien und Kenia sind UNHCR-Helfer Tag und Nacht im Einsatz, um Flüchtlinge und Vertriebene mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Doch die Hilfslieferungen werden häufig durch die schwierige Sicherheitslage erschwert. Zudem liegen die meisten Flüchtlingslager in sehr abgelegenen Gegenden, die aufgrund der schlechten Infrastruktur nur mit großem Aufwand zu erreichen sind. Insbesondere während der Regenzeiten ist eine Versorgung manchmal nur noch per Luftbrücke möglich.

Der Hilfseinsatz für Südsudan und seine Nachbarländer ist 2018 nur zu 12 Prozent finanziert! Die chronische Unterfinanzierung gefährdet lebensrettende Hilfsmaßnahmen für Menschen, die vor Gewalt und Hunger fliehen mussten.

Um den Menschen weiter helfen zu können, brauchen wir dringend Ihre Unterstützung!

  • 20 Euro reichen für fünf Decken.
  • 60 Euro kostet ein Familien-Nothilfepaket mit Wasserkanistern, Schlafmatten, Zeltplane, Moskitonetz und Seife.
  • 150 Euro helfen, geschwächte Flüchtlinge medizinisch zu versorgen.
  • 360 Euro kostet ein Zelt.

Meldungen aus der Krisenregion

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Patrick arbeitet in Yangani, einer Schule, die vor etwa einem halben Jahr in Uganda eröffnet wurde, weil immer mehr Flüchtlinge aus dem Südsudan ankamen. Unter ihnen viele Kinder und Jugendliche im Schulalter. Die Schule ist völlig überfüllt. Es fehlen Lehrer und Schulmaterial.

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Nyahok Reath war in der Grundschule im Südsudan eine Musterschülerin. Nun ist sie zum Flüchtling geworden und der Besuch einer weiterführenden Schule ist in weite Ferne gerückt. Doch Nyahok bleibt dabei: sie will ihren Traum verwirklichen und Pilotin werden.

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