Gesichter der Flucht

Syrien: Millionen Flüchtlinge - Millionen Schicksale

Die Zahl der Opfer des syrischen Bürgerkriegs steigt täglich. Rund vier Millionen Syrer sind innerhalb ihres eigenen Landes vertrieben. Über 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge suchen Schutz in den Nachbarländern. Das sind schier unfassbare Zahlen. Doch hinter diesen Zahlen stehen einzelne Menschen: Menschen mit einem Schicksal, Träumen und Hoffnungen.

Die meisten der Flüchtlinge mussten ihre Absicht zu fliehen verbergen und konnten so nur das mitnehmen, was sie in einer Tasche tragen konnten. Keiner von ihnen konnte sich je vorstellen, einmal in die Situation zu kommen, ein Flüchtling zu sein. Alles verloren zu haben und von der Hilfe anderer abhängig zu sein.

Einige dieser Flüchtlinge möchten wir hier gerne vorstellen und dem Flüchtlingsdrama so ein Gesicht geben. (Aus Sicherheitsgründen verbergen einige der Flüchtlinge ihr Gesicht. Die Namen sind geändert.):

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  • Oman floh, als seine Nachbarn getötet wurden. Er verkaufte fast seine gesamte Habe, um mit seiner Familie fliehen zu können. Das Wichtigste ist ihm sein Musikinstrument, eine Laute. Er sagt. „Wenn ich sie spiele, bin ich voller Sehnsucht nach meiner Heimat. Für einen Moment vergesse ich meine Sorgen.“
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Oman floh, als seine Nachbarn getötet wurden. Er verkaufte fast seine gesamte Habe, um mit seiner Familie fliehen zu können. Das Wichtigste ist ihm sein Musikinstrument, eine Laute. Er sagt. „Wenn ich sie spiele, bin ich voller Sehnsucht nach meiner Heimat. Für einen Moment vergesse ich meine Sorgen.“
  • Ayman (82): Das Wichtigste, das Ayman aus Syrien mitnehmen konnte, ist seine Frau Yasmine (67). “Sie ist die beste Frau, die ich in meinem Leben getroffen habe.” Er vermisst seine Farm in Syrien. Doch nachdem sein Nachbar umgebracht und andere gehöfte niedergebrannt wurden, wußte er keinen anderen Ausweg. “Es ist unbegreiflich, wie Menschen einander so etwas antun können.”
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Ayman (82): Das Wichtigste, das Ayman aus Syrien mitnehmen konnte, ist seine Frau Yasmine (67). “Sie ist die beste Frau, die ich in meinem Leben getroffen habe.” Er vermisst seine Farm in Syrien. Doch nachdem sein Nachbar umgebracht und andere gehöfte niedergebrannt wurden, wußte er keinen anderen Ausweg. “Es ist unbegreiflich, wie Menschen einander so etwas antun können.”
  • Leila (9) und ihre Familie haben im Norden des Irak Zuflucht gefunden. Dorthin flohen sie, nachdem ihre Nachbarn durch eine Bombe getötet wurden. Die Jeanshose gefällt ihr wegen der Blumen sehr gut, doch sie hat sie in Syrien nur dreimal getragen: Zweimal zu einer Hochzeit und einmal als sie ihren Großvater besuchte.
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Leila (9) und ihre Familie haben im Norden des Irak Zuflucht gefunden. Dorthin flohen sie, nachdem ihre Nachbarn durch eine Bombe getötet wurden. Die Jeanshose gefällt ihr wegen der Blumen sehr gut, doch sie hat sie in Syrien nur dreimal getragen: Zweimal zu einer Hochzeit und einmal als sie ihren Großvater besuchte.
  • Ahmed, 70 Jahre alt, und seine Familie flohen aus Syrien, als ihr Haus in Damaskus von einer Bombe zerstört wurde. Sie entkamen auf einem LKW, versteckt unter einer Plastikplane. Das Wichtigste, was er mitnehmen konnte, sei sein Stock, den er hier in den Händen hält. Ohne ihn hätte er das letzte Stück zu Fuß über die irakische Grenze nicht geschafft.
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Ahmed, 70 Jahre alt, und seine Familie flohen aus Syrien, als ihr Haus in Damaskus von einer Bombe zerstört wurde. Sie entkamen auf einem LKW, versteckt unter einer Plastikplane. Das Wichtigste, was er mitnehmen konnte, sei sein Stock, den er hier in den Händen hält. Ohne ihn hätte er das letzte Stück zu Fuß über die irakische Grenze nicht geschafft.
  • Tamaras Zuhause in Syrien wurde im September zerstört und ihre Familie entschied sich dazu, Schutz in der Türkei zu suchen. „Als wir unser Zuhause verlassen haben, war es, als ob der Himmel weine, er war voller Geschosse und Kugeln,“ erzählt sie. Sie hat ihr Diplom mitbringen, dass es ihr ermöglicht, in der Türkei weiter zu studieren.
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Tamaras Zuhause in Syrien wurde im September zerstört und ihre Familie entschied sich dazu, Schutz in der Türkei zu suchen. „Als wir unser Zuhause verlassen haben, war es, als ob der Himmel weine, er war voller Geschosse und Kugeln,“ erzählt sie. Sie hat ihr Diplom mitbringen, dass es ihr ermöglicht, in der Türkei weiter zu studieren.
  • May, 8 Jahre alt, und ihre Familie waren zu Fuß und mit Bus hunderte Kilometer in der Kälte unterwegs bis zu Grenze. Seitdem hat sie jede Nacht Alpträume. Hier zeigt sie dem Fotografen ihre Armreifen. Am liebsten ist ihr aber ihre Puppe Nancy, die sie in Syrien zurücklassen musste.
    Syrien: Gesichter der Flucht
    May, 8 Jahre alt, und ihre Familie waren zu Fuß und mit Bus hunderte Kilometer in der Kälte unterwegs bis zu Grenze. Seitdem hat sie jede Nacht Alpträume. Hier zeigt sie dem Fotografen ihre Armreifen. Am liebsten ist ihr aber ihre Puppe Nancy, die sie in Syrien zurücklassen musste.
  • Abdul und seine Familie flohen, nachdem seine Frau auf der Straße in einem Feuergefecht auf der Straße verwundet wurde. Das Wichtigste für ihn sind die Schlüssel seiner Wohnung in Syrien. Er weiß zwar nicht, ob die Wohnung noch steht, aber er träumt jeden Tag davon, zurückkehren zu können.
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Abdul und seine Familie flohen, nachdem seine Frau auf der Straße in einem Feuergefecht auf der Straße verwundet wurde. Das Wichtigste für ihn sind die Schlüssel seiner Wohnung in Syrien. Er weiß zwar nicht, ob die Wohnung noch steht, aber er träumt jeden Tag davon, zurückkehren zu können.
  • Die junge Mutter Iman floh mit ihren Kindern in die Türkei. Sei stammt aus der schwer umkämpften Stadt Aleppo. Als sie mehrfach von sexuellen Übergriffen auf Frauen erfuhr, entschloss sie sich zu fliehen. Auf der gefährlichen Flucht verlor sie fünf Verwandte. Der Koran, den sie retten konnte, gibt ihr Sicherheit und Zuversicht: “So lange er bei mir ist, bin ich mit Gott verbunden.”
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Die junge Mutter Iman floh mit ihren Kindern in die Türkei. Sei stammt aus der schwer umkämpften Stadt Aleppo. Als sie mehrfach von sexuellen Übergriffen auf Frauen erfuhr, entschloss sie sich zu fliehen. Auf der gefährlichen Flucht verlor sie fünf Verwandte. Der Koran, den sie retten konnte, gibt ihr Sicherheit und Zuversicht: “So lange er bei mir ist, bin ich mit Gott verbunden.”
  • Alia stammt aus Daraa. Sie ist blind und an den Rollstuhl gefesselt. In Syrien hatte sie unvorstellbare Angst. Das Wichtigste, das retten konnte “ist meine Seele – nichts Materielles”. Nach ihrem Rollstuhl gefragt, erklärt sie erstaunt, dass sie diesen als Teil ihres Körpers versteht und nicht als ein Objekt ansieht.
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Alia stammt aus Daraa. Sie ist blind und an den Rollstuhl gefesselt. In Syrien hatte sie unvorstellbare Angst. Das Wichtigste, das retten konnte “ist meine Seele – nichts Materielles”. Nach ihrem Rollstuhl gefragt, erklärt sie erstaunt, dass sie diesen als Teil ihres Körpers versteht und nicht als ein Objekt ansieht.
  • Yusuf hat Zuflucht im Libanon gefunden, nachdem er aus Damaskus geflohen war. Sein Handy ist ihm sehr wichtig: “Damit kann ich meinen Vater anrufen, der noch immer in Syrien ist.” Auf dem Telefon hat er auch Fotos von seinem Vater und anderen Familienmitgliedern, die ebenfalls noch in Syrien sind. So hat er sie immer bei sich.
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Yusuf hat Zuflucht im Libanon gefunden, nachdem er aus Damaskus geflohen war. Sein Handy ist ihm sehr wichtig: “Damit kann ich meinen Vater anrufen, der noch immer in Syrien ist.” Auf dem Telefon hat er auch Fotos von seinem Vater und anderen Familienmitgliedern, die ebenfalls noch in Syrien sind. So hat er sie immer bei sich.
  • Salma, ungefähr 90 Jahre alt, floh mit 3 Söhnen und deren Familien. Es war sehr schwierig für sie, zu Fuß über die Grenze zu kommen. Das Wichtigste, was sie mitnehmen konnte, ist der Ring ihrer Mutter. „Er ist nicht wertvoll, nicht Silber oder Gold. Aber er ist alles, was mir geblieben ist.“
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Salma, ungefähr 90 Jahre alt, floh mit 3 Söhnen und deren Familien. Es war sehr schwierig für sie, zu Fuß über die Grenze zu kommen. Das Wichtigste, was sie mitnehmen konnte, ist der Ring ihrer Mutter. „Er ist nicht wertvoll, nicht Silber oder Gold. Aber er ist alles, was mir geblieben ist.“
  • Waleed, 37 Jahre und Arzt, floh Anfang 2012. Er zeigt ein Foto seiner Frau. „Sie gab mir das Foto, bevor wir heirateten. Es erinnert mich an die glücklichste Zeit meines Lebens.“ Seine Frau ist bei ihm im Irak hat und hat kurz vor der Flucht ein Kind zur Welt gebracht. „Ich wollte nicht, dass meine Kinder als Waisen aufwachsen.“
    Syrien: Gesichter der Flucht
    Waleed, 37 Jahre und Arzt, floh Anfang 2012. Er zeigt ein Foto seiner Frau. „Sie gab mir das Foto, bevor wir heirateten. Es erinnert mich an die glücklichste Zeit meines Lebens.“ Seine Frau ist bei ihm im Irak hat und hat kurz vor der Flucht ein Kind zur Welt gebracht. „Ich wollte nicht, dass meine Kinder als Waisen aufwachsen.“
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